TOP Ö 4.8: Planungsbeschluss für die straßenbaulichen und lichtsignaltechnischen Maßnahmen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit am Knotenpunkt Frankfurter Straße/Rösrather Straße

Geänderter Beschluss (entsprechend der Beschlussfassung der Bezirksvertretungen Kalk und Porz):

Der Verkehrsausschuss beauftragt die Verwaltung mit der Erstellung einer Entwurfsplanung von straßenbaulichen und lichtsignaltechnischen Maßnahmen am Knotenpunkt Frankfurter Straße/Rösrather Straße. Anhand einer Mikrosimulation ist nachzuweisen, dass sich die Leistungsfähigkeit des Knotens durch diese Maßnahmen erhöhen lässt. Als Grundlage der Entwurfsplanung dient hierbei das vorliegende Gutachten der Ingenieurgesellschaft Dr. Brenner. Mit der Entwurfsplanung soll ebenfalls ein externes Ingenieurbüro beauftragt werden.

 

Bei der Erstellung der Entwurfsplanung und Simulationsuntersuchung ist u.a. Folgendes zu berücksichtigen:

 

  • Einbeziehung der Straße Alter Deutzer Postweg als Umgehungsstraße für die Verkehre, die die Frankfurter Straße aus südöstlicher Richtung befahren und als Fahrtziel u. a. die westlichen Stadtteile Vingst und Humboldt/Gremberg haben; für diesen Fall ist insbesondere die Ertüchtigung der Linksabbiegemöglichkeit von der Frankfurter Straße (aus Fahrtrichtung Porz) in die Straße Alter Deutzer Postweg zu prüfen, da die Abbiegemöglichkeit von der Frankfurter Straße nach links in die Ostheimer Straße entfallen soll;

 

  • Wirksame Unterbindung von Schleichverkehren durch die Saarsiedlung;

 

  • Optimierung für Radfahrer und Fußgänger am Knotenpunkt Frankfurter Straße/Rösrather Straße;

 

  • Barrierefreie und sehbehindertengerechte Ausstattung des Knotenpunktes;

 

  • Beibehaltung der Abhängigkeiten zwischen der Lichtsignalanlage und der Bahnanlage;

 

  • Möglichkeit einer Taktverdichtung der Straßenbahnlinie 9 in den Verkehrsspitzenzeiten aufgrund eines ansteigenden Fahrgastaufkommens durch die zukünftigen Bewohner des Waldbadviertels.

 

Die fertige Entwurfsplanung und die Ergebnisse der Mikrosimulation sind den zuständigen Gremien vor einer weiteren Beschlussfassung vorzulegen.

 

Weiterhin bittet der Verkehrsausschuss die Verwaltung, die nachfolgenden Anregungen und Bedenken der Bezirksvertretung Porz zu berücksichtigen:

 

„Die vorliegende zusammenfassende Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes Frankfurter Straße/Rösrather Straße u.a. durch den Wegfall der Linksabbiegerbeziehung von der Frankfurter Straße zur Ostheimerstraße erreicht werden kann. Die alternative Wegebeziehung führt über den Alten Deutzer Postweg zum Vingster Ring, so dass der Wegfall der o.g. Linkabbiegerbeziehung zu einer Erhöhung der Verkehrsbelastung auf dieser Tangente führt.

 

Die Bezirksvertretung Porz verschließt sich dieser Verkehrsverlagerung nicht grundsätzlich, hält allerdings vor dem Hintergrund weiterer Ansiedelungspläne im Gewerbegebiet „Airport Business Park“ entlang des Alten Deutzer Postweges in Porz-Gremberghoven, einen Ausbau des Alten Deutzer Postweges im Abschnitt zwischen Frankfurter Straße und Vingster Ring für unausweichlich, um der zunehmenden Verkehrsbelastung gerecht zu werden.

 

Daher erneuert die Bezirksvertretung Porz Ihren Beschluss vom 27.09.2011 und bittet den Verkehrsausschuss die Verwaltung zu beauftragen ein umfassendes Verkehrskonzept für den gesamten Bereich Gremberghoven/Ostheim unter Einbeziehung des erweiterten Autobahnkreuzes Gremberg mit den Tangenten Vingster Ring und Porzer Ringstraße zu erstellen.

 

In diesem Verkehrskonzept sollen insbesondere folgende Punkte berücksichtigt werden:

 

1.)           Verkehre aus und in das Gewerbegebiet Airport-Business-Park, inklusive  zukünftige Verkehre

2.)           Verkehre des Gewerbegebietes Hansstraße-Nord

3.)           Verkehre des Gewerbegebietes Hansestraße-Süd, unter Annahme dass im Bereich der 187.Änderung des FNP mehrheitlich Speditionsverkehr stattfinden wird.

4.)           Verkehre des Gewerbegebietes Rath/Heumar (Wikingerstraße).

5.)           Verkehrssituation im Bereich Rösrather Straße / Frankfurter Straße / Ostheimer Straße

6.)           Anschlussstelle Gremberghoven der BAB559

7.)           Anschlussstelle Rath / Heumar (BAB59)

8.)           Verkehre Maarhäuser Weg, Eiler Straße, Rösrather Straße in Richtung Anschlussstelle Königsforst der BAB3

9.)           Verkehrsknotenpunkt Hochkreuz (Frankfurter Str. / Maarhäuser Weg / Steinstraße)

10.)       Verkehre aus dem Gewerbegebiet Robert-Diesel-Straße über Theodor-Heuss-Straße / Frankfurter Straße

11.)       Verkehre aus dem Gewerbegebiet Humboldtstraße (REWE, KHD) über Theodor-Heuss-Straße und Steinstraße

12.)       Verkehre aus dem geplanten Bebauungsgebiet Langendahlweg

13.)       Berücksichtigung einer Führung von Verkehren über den Alten Deutzer Postweg, Vingster Ring, Gremberger Ring und Porzer Ringstraße

14.)       Berücksichtigung der geänderten Rechtsprechung zur Genehmigung von Buslinien im Fernverkehr; Aufhebung der Monopolstellung des Schienenverkehrs

 

Insbesondere in der Steigerung der Leistungsfähigkeit des Alten Deutzer Postweges mit seiner unmittelbaren Anbindung an das Autobahnkreuz Gremberg sowie einer hindernisfreien Verkehrsführung über die Porzer Ringstraße sieht die Bezirksvertretung Porz noch erhebliche Potentiale, um die Verkehrssituation im Porzer Norden sowie im Bereich Ostheim erheblich zu verbessern.

 

Dabei sollte auch die Trassenverlagerung des Alten Deutzer Postweges zwischen Frankfurter Straße und Autobahnbrücke Alter Deutzer Postweg im Bereich des Stadtbezirks Kalk im Sinne einer Begradigung mit einbezogen werden, um eine möglichst schnelle und unmittelbare Verbindung zum Vingster Ring und damit zum Autobahnkreuz Gremberghoven zu schaffen. „

 

 


Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt