TOP Ö : Vorstellung einer Institution / eines Trägers der Integrationsarbeit - Dezernat Kunst und Kultur / Herr Beigeordneter Professor Quander

Herr Kulturdezernent Professor Quander berichtet ausführlich über interkulturelle Aktivitäten im Kulturdezernat (der Bericht ist der Niederschrift als Anlage beigefügt).

Der Vorsitzende Herr Keltek betont anschließend die Notwendigkeit einer künftigen intensiveren Befassung und Weiterentwicklung dieses Themas im Integrationsrat.

RM Herr Helling bedankt sich für die vielen dargestellten Möglichkeiten, mit denen im Kulturbereich das Thema Interkulturalität aufgenommen wird.

Eingehend auf verschiedene Nachfragen aus dem Gremium teilt Herr Professor Quander folgendes mit:

·         Die Stelle ‚Interkulturelle Kunstprojekte’ konnte nicht wie geplant zum 1. April 2012, soll aber in den nächsten Wochen besetzt werden. Aufgrund des in ‚beide Richtungen’ geltenden Diskriminierungsverbotes kann diese Stelle nicht automatisch mit einer Migrantin oder einem Migranten besetzt werden. Bei einer eventuellen externen Ausschreibung wird darauf hingewiesen werden, dass Bewerbungen von Migrantinnen und Migranten ausdrücklich erwünscht sind.

·         Die seinerzeit beauftragte Studie ‚Kulturwelten in Köln’ hatte eine quantitative und keine qualitative Auswertung vorgenommen – diese qualitative Auswertung (z.B. die Frage welche Art von Kulturangeboten seitens der Kölner Migrantinnen und Migranten favorisiert werden und sie erreichen) soll im Rahmen der Tätigkeit der ‚Akademie der Künste der Welt’ nachgeholt werden.

·         Verwaltungsintern ist noch einmal zu klären, aus welchen Gründen in der ‚Expertengruppe Kultur’ zum Integrationskonzept keine Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des Kulturdezernates vorgesehen wurde.

·         Auf die Frage, inwieweit Fördergelder in Höhe von 150.000,- € des Kulturamtes für Interkulturelle Kunstprojekte ausreichend seien, wird darauf hingewiesen, dass grundsätzlich die gesamten Fördermittel von jährlich 5,8 Millionen € für Projekte von allen Kölner Künstlerinnen und Künstlern, und damit auch von Kölner Migrantinnen und Migranten, beantragt werden können.

·         Zum Projekt ‚Philharmonie im Veedel’ wird erläutert, dass hier Angebote vor Ort in den Stadtvierteln gemacht werden mit dem Ziel, Besucher für die Philharmonie zu gewinnen. Um hier auch Migrantinnen und Migranten anzusprechen ist es aus Erfahrung wichtig, geeignete Kommunikationswege zu finden und zu nutzen.

Frau Derichs (arte midor kulturkommunikation) stellt das Projekt ‚Blickwinkel’ als zweiten Baustein des Projektes ‚Zweite Heimat Köln’ vor (siehe ausgeteilten Flyer).
In Kooperation mit dem Interkulturellen Referat ist zu diesem Projekt ein Workshop für die Interkulturellen Zentren geplant.