Tagesordnungspunkt

TOP 7.1: Prioritätenliste zur Modernisierung und Sanierung Kölner Sportfreianlagen

BezeichnungInhalt
Sitzung:25.06.2013   SPA/0031/2013 
Zusatz: Bereits umgedruckt zur Sitzung 09.04.2013!
Beschluss:ungeändert beschlossen
Vorlage:  0499/2013 

Im Rahmen einer breiten Diskussion mit Wortbeiträgen von RM Kron, RM Köhler, RM Thelen, RM Breite, RM Richter, Herrn Schulz, Frau Dr. Klein und RM Kretschmer wird deutlich, dass die Beschlussfassung in der von der Verwaltung vorgeschlagenen Form zum Tragen kommen soll, damit die Zielsetzung, schnellstmöglich die ersten Planungsbeschlüsse herbeizuführen (beginnend mit der Septembersitzung des Sportausschusses), erreicht wird. Obwohl interfraktionell Verständnis für die mitunter abweichenden Voten der Bezirksvertretungen besteht, muss die obengenannte Zielsetzung im Vordergrund bleiben.

Entsprechend einer Bitte von RM Kron stellt Herr Sanden nochmals die Entscheidungskriterien dar, die u. a. in zielführenden und lösungsorientierten Gesprächen mit Vereinen, dem StadtSportBund Köln, den Stadtbezirkssportverbänden und dem Fußballkreis Köln entwickelt wurden. Er weist darauf hin, dass es in der Sportverwaltung leider keinen direkten Sportstättenplaner gibt, der systematisch Sportstättenzielplanung betreibt. Unter Hinweis auf Seite 2 der Beschlussvorlage wurden zur Prioritätenliste die folgenden Kriterien berücksichtigt:

-          baulicher Zustand der Altanlage

-          vereinsspezifische Strukturen wie Anzahl der Mannschaften (Jugend- und Frauenmannschaften), Spielklasse,

-          Mischnutzung der Sportanlage durch Schulen, vereine, Jugendeinrichtungen.

-          Kieselrot und Schwermetall belastete Sportanlagen,

-          Berücksichtigung von bereits vorhandenen Kunstrasenplätzen in den Bezirken.

 

Herr Sanden stellt positiv heraus, dass es interfraktionell ein Bekenntnis zur systematischen Erneuerung von Sportanlagen gibt und das auch haushaltsmäßig abgesichert ist.

 

Unter Würdigung der Ausführungen von Herrn Sanden zieht RM Richter seine ursprüngliche Forderung, die Entscheidungskriterien für diese Prioritätenliste in Form einer Matrix ergänzend zu Protokoll zu geben, zurück. RM Kretschmer regt an, dies für zukünftige Beschlussvorlagen zur Prioritätenfestlegung bei Kunstrasenplätzen zu berücksichtigen.

 

Frau Dr. Klein bedankt sich für die Diskussion, die zeigt, dass das Thema Sportstättenzielplanung in seiner Gesamtheit verwaltungsseitig ganz anders in den Blick genommen werden muss, wie es z. B. in Hamburg, München und Berlin schon selbstverständlich und über eine entsprechende personelle Planungsinstanz abgebildet ist. Auf die bereits in Jugend- und Schulverwaltung praktizierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung weist sie hin. Sie stellt heraus, dass dies das Thema ist, mit dem sich Politik und Verwaltung künftig auseinandersetzen müssen. Nur dann können die zu Recht eingeforderten Wünsche nach detaillierter Darstellung der Entscheidungskriterien geliefert werden. Notwendig ist in jedem Fall eine zusätzliche Personalausstattung.

 

Beschluss:

Der Sportausschuss beschließt die vorgelegte Prioritätenliste zur Modernisierung und Sanierung Kölner Sportfreianlagen. Er ermächtigt die Verwaltung, je nach Auslastung der personellen Kapazitäten und unter Berücksichtigung der vorläufigen Haushaltsführung, zu diesem Zweck auch die städtische Gebäudewirtschaft mit der Planung und Durchführung von Projekten zu beauftragen.

 

Zur Realisierung der Projekte stehen in den Haushaltsjahren 2013 – 2017 im Teilfinanzplan 0801, für Investitionsmaßnahmen jährlich Mittel in Höhe von 4.500.000,-- € zur Verfügung.

 

Jedes Projekt der Prioritätenliste wird als Einzelvorlage dem Sportausschuss zur Entscheidung vorgelegt.


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig beschlossen