TOP Ö 9.2.3: Mitteilung zum Beschluss der Bezirksvertretung Porz: Errichtung von Nisthöhlen für den Hausspatz und andere schützenswerte Arten am Rathaus Porz und anderen städtischen Gebäuden in Porz

Nachtrag: 28.11.2013

Beschluss: Kenntnis genommen

Beschluss der Bezirksvertretung:

 

Nach der Brutzeit der Spatzen am Rathaus Porz soll eine Möglichkeit gesucht werden, den Zugang zu den Jalousiekästen für die Vögel sicher zu verschließen. Als Ersatz für die verschlossenen Bruthöhlen müssen ausreichend Nistkästen an geeigneten Orten am Gebäude angebracht werden. Diese Maßnahme soll vor Beseitigung der Nester in den Jalousienkästen erfolgen, damit die Vögel Zeit und Möglichkeit haben, die neuen Nistmöglichkeiten zu entdecken. Da die Vögel ihre Nistplätze das ganze Jahr über als Witterungsschutz benutzen, sollten diese Maßnahmen noch vor Einbruch des Winters vorgenommen werden.

 

An allen Gebäuden muss sichergestellt werden, dass kein rechtswidriges Entfernen von Nistplätzen an den Gebäuden erfolgt.

 

 

Stellungnahme der Verwaltung:

 

Am Rathaus Porz haben Spatzen die Jalousiekästen und die außen angebrachten Jalousien als Nistplätze angenommen, da die Jalousien auf Grund des Leerstandes des Gebäudes längere Zeit nicht benutzt wurden. Nachdem die Büros nun wieder durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung bezogen worden sind, hat sich die Problematik ergeben, dass eine normale Nutzung (Säuberung der Jalousien, Hochziehen und Herunterlassen der Jalousien) nicht möglich ist, ohne die Nistplätze der unter den Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes fallenden Haussperlinge zu zerstören.
Um dem Artenschutzrecht genüge zu tun, sind durch den Verursacher verpflichtend Ersatzniststätten (ca. 17 x 3-fach Kolonienistkästen) von einem Fachmann anzubringen. Diese Maßnahme soll noch im November 2013 geschehen. Ein Verschließen der Jalousiekästen erscheint nicht möglich, ohne den Mechanismus der Jalousien zu beeinträchtigen. Es wird aber davon ausgegangen, dass durch das regelmäßige Betätigen der Jalousien eine Vergrämung der Tiere in den Jalousiekästen stattfindet und die Ersatzquartiere sukzessive angenommen werden.

 

 

Beschluss der Bezirksvertretung:

 

Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt, im ganzen Stadtbezirk an allen geeigneten städtischen Gebäuden Nisthilfen für Spatzen, andere geschützte oder bedrohte Vogelarten sowie Kästen für Fledermäuse anzubringen. Die Maßnahmen sollen durch öffentlichkeitswirksame Aktionen begleitet werden, mit denen auch private Hauseigentümer animiert werden können, solche „Unterkünfte“ zu schaffen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden zu suchen.

 

 

Stellungnahme der Verwaltung:

 

Die Maßnahmen werden begrüßt, es stehen aktuell aber keine Gelder bei der Verwaltung hierfür bereit. Es sind aber Finanzierungsmöglichkeiten angedacht, die jedoch noch nicht abschließend gesichert werden konnten.

Da das alleinige Aufhängen von Nisthilfen nicht ausreichend wirksam für den Schutz der Haussperlingspopulation in Porz ist, soll auch das Umfeld mit seinen Nahrungsquellen optimiert werden. Hierzu werden lokale Naturschützer mit eingebunden.
Sobald konkretere Informationen zu den geplanten Maßnahmen vorliegen, wird die Bezirksvertretung hierüber informiert.

 

 


Abstimmungsergebnis:

Die Bezirksvertretung Porz nimmt die Mitteilung der Verwaltung zur Kenntnis.