TOP Ö 9.2.2: Bedarfsberechnung zur Flüchtlingsunterbringung bis Ende 2015

Beschluss: Kenntnis genommen

Der starke Anstieg der Flüchtlingszahlen in der Bundesrepublik Deutschland schlägt sich auch in den Unterbringungszahlen der Stadt Köln nieder. Seit 2009 sind die Unterbringungszahlen von damals 1.548 Flüchtlingen kontinuierlich angestiegen, die Zuwachsraten beliefen sich bis 2012 auf etwa 150 bis 300 Flüchtlinge pro Jahr und erreichten zum Jahresende 2012 einen Stand von 2.196 Flüchtlingen, die in Köln untergebracht waren.

 

Im Jahr 2013 ist die Zahl sprunghaft angestiegen, 876 Flüchtlinge mussten gegenüber 2012 zusätzlich mit einer Unterkunft versorgt werden. Zum Jahresende 2013 waren 3.072 Personen in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen, den 29 Wohnheimen sowie 12 Hotelunterkünften verteilt über das ganze Stadtgebiet untergebracht. Auch in den Jahren 2014 und 2015 ist mit einem weiteren, erhöhten Anstieg analog des letzten Jahres zu rechnen.

 

Die beigefügte Bedarfsberechnung zeigt den erforderlichen Handlungsbedarf im Bereich der Unterbringung Köln zugewiesener Flüchtlinge. Auf Basis der Zahlen aus 2013 wurde eine Prognose der Zugänge für 2014 und 2015 erstellt. Dem Wert wurde ein Aufschlag von 10% hinzugefügt, der für die Steuerung der Verwaltung u.a. bei Konfliktsituationen zwingend erforderlich ist. Hinzugefügt wurde die Anzahl der zugewiesenen Flüchtlinge, die derzeit aufgrund fehlender Kapazitäten in den Erstaufnahmeeinrichtungen unterbracht sind, die in Ihrer Funktion nur zur vorübergehenden Unterbringung unerlaubt eingereister Flüchtlinge vorgesehen ist.

 

Bis Ende 2015 gehen weitere Ressourcen aufgrund von zwingend erforderlichem Abbruch des Standortes oder durch Kündigung des Vermieters verloren, so dass die Anzahl der aktuell dort untergebrachten Menschen ebenfalls auf die Gesamtzahl der unterzubringenden Personen bis Ende 2015 angerechnet wurde. Demgegenüber in Abzug gebracht wurden Ressourcen, die als gesichert gelten und realisiert werden können.

 

Im Ergebnis der Bedarfsrechnung wird davon ausgegangen, dass bis Ende 2015 somit 2.024 Unterbringungsplätze für Flüchtlinge geschaffen werden müssen.

 

Im weiteren Verlauf der Tabelle ist dargestellt, wie die Verwaltung gedenkt, diese Kapazitäten zu schaffen. Bei den neu zu schaffenden Wohnheimen wurde von den Soll-Plätzen ein Abschlag von 10% berücksichtigt, da eine 100% Belegung der geschaffenen Plätze bei einer normalen und den Leitlinien entsprechenden Belegung nicht erreicht werden kann (Belegung eines 4-Personen Zimmers im Einzelfall auch mit einer Flüchtlingsfamilie mit 3 Personen möglich).

 

In der Sitzung des Sozialausschusses am 23.01.2014 wird Frau Reker darüber hinaus mündlich zur aktuellen Situation berichten.

 

Die Bezirksvertretung Porz nimmt die Mitteilung der Verwaltung zur Kenntnis.