TOP Ö 9.2.9: Schießstand und Schützenheim Hubertusweg in Köln-Poll

Beschluss: Kenntnis genommen

In der Sitzung am 11.03.2014 hat die Bezirksvertretung Porz die Verwaltung beauftragt, das Schützenheim am Hubertusweg in Köln-Poll wieder zu vermieten.

 

Dazu nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Der Flächennutzungsplan weist hier entsprechend Gründfläche aus. Im Bebauungsplan 70420/20, Arbeitstitel „Poller Damm“ ist der Grünzug mit Wegeverbindung rechtsverbindlich festgesetzt. Mit Ratsbeschluss vom 30.04.2013 wurde das Entwicklungskonzept „Grüngürtel: Impuls 2012“ als grundsätzliche Handlungsempfehlung und strategischer Orientierungsrahmen für die zukünftige Entwicklung des Äußeren Grüngürtels zugrunde gelegt. In diesem Konzept ist die Aufgabe des Vereinsheims zugunsten der Entstehung neuer öffentlicher Grünflächen vorgesehen.

 

Die St. Hubertus Schützenbruderschaft 1878 e.V. Köln-Poll ist bereits seit Jahrzehnten Mieter der Grundstücksfläche am Hubertusweg in Köln-Poll , auf der der Verein in den 1920er Jahren einen vereinseigenen Schießstand errichtete. Da seitens der Verwaltung das Entwicklungs- und Maßnahmenkonzept für diesen Bereich vorsieht, dass der Schießstand, der wie ein Querriegel in der Grünanlage liegt, verlagert werden muss, wurde in den vergangenen Jahren der Mietvertrag nur jeweils kurz- bis mittelfristig verlängert.

 

Nunmehr hat die St. Hubertus Schützenbruderschaft aufgrund der Überalterung des Vereins und dem fehlenden Nachwuchs den Mietvertrag für die Fläche zum 31.12.2013 gekündigt. Aufgrund des langjährigen Schießbetriebes und der dabei verwendeten Munition ist durch den Verein, die Schadstofffreiheit des Bodens anhand eines Bodengutachtens nachzuweisen. Dieser Nachweis liegt bisher nicht vor. Erst wenn diese Voraussetzungen nachgewiesen ist, kann die Fläche seitens der Verwaltung wieder übernommen werden.

 

Nach Auffassung der Verwaltung soll danach die Fläche als Teil des rechtsrheinischen Grüngürtels von den Freiflächen am Rhein über die Grünflächen „Im Wasserfeld“ bis zum Gremberger Wäldchen einbezogen und hergerichtet werden.

 

Seit 2012 haben bereits mehrere Schützenbruderschaften, Schützengilden, Schützenvereine (namentlich: Schützengilde „Jan Wellem“ e.V. Bensberg, Schützenbruderschaft St. Sebastianus und AFRA 2012 e.V.) nachgefragt, ob es nicht möglich sei das Gelände zu mieten.

Diese Anfragen wurden regelmäßig, im Hinblick auf die grünplanerische Zielsetzung für den Grünzug Poll, negativ beschieden.

Der Verwaltung ist es unmöglich, aufgrund der übergeordneten Beschlusslage (Landschafts- und Bebauungsplan) dem Beschluss der Bezirksvertretung Porz zu folgen.