TOP Ö 9.2.3: Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2013 im Stadtbezirk Porz

In der als Anlage 1 beigefügten Liste sind alle Unfallhäufungsstellen des Jahres 2013 im Gebiet des Bezirkes Porz aufgeführt. Die Aufstellung der tödlichen Verkehrsunfälle im Stadtbezirk ergibt sich aus der Aufstellung der Anlage 2.

Zuständig für die erste Auswertung von Verkehrsunfällen ist das Polizeipräsidium Köln. Dort werden alle Unfälle nach den Kriterien Unfallkategorie (Schwere des Unfalles) und Unfalltyp (Konfliktsituation, aus welcher der Unfall entstanden ist) festgehalten. Laut Erlass des Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung vom 11.03.2008 liegt eine Unfallhäufungsstelle innerhalb der 1-Jahres-Betrachtung grundsätzlich dann vor, wenn sich auf einem Knoten oder einer Strecke drei Unfälle der Kategorie 1 – 4 des gleichen Typs ereignen. Sofern dieses Kriterium erreicht ist, wird der Knoten bzw. die Strecke durch die Polizei als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Aufgrund der Verkehrsbelastung eines Knotens kann sich die Anzahl der Unfälle, die zu einer Identifikation als Unfallhäufungsstelle führt, erhöhen.

Die Unfallkategorien sind wie folgt aufgeteilt:
Kategorie 1: Verkehrsunfall mit Getöteten

Kategorie 2: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten

Kategorie 3: Verkehrsunfall mit Leichtverletzten

Kategorie 4: Schwerwiegender Verkehrsunfall mit Sachschaden

Kategorien 5 – 7: Sonstige Sachschadensunfälle

 

Nach Meldung der Unfallhäufungsstelle tritt die Unfallkommission, die sich aus Vertretern der Stadt Köln und der Polizei zusammensetzt zusammen und entscheidet – meistens unter direkter Beteiligung der Bezirksregierung – über Maßnahmen, die zur Reduzierung des Unfallaufkommens geeignet sind.

 

Im Folgenden stellt die Verwaltung einzelne Maßnahmen und Planungen zu den jeweiligen Knoten vor:

 

In der Einmündung Ferdinand-Porsche-Straße / Rudolf-Diesel-Straße kollidierten Pkw-Fahrer, die der abbiegenden Vorfahrtstraße folgen wollten, mit einfahrenden, untergeordneten Verkehrsteilnehmern. Hier veranlasste die Verwaltung, dass die Fahrbahnrandmarkierung, die den Verlauf der abknickenden Vorfahrt angibt, aufgefrischt und für die untergeordnete Straße eine Haltelinie markiert wurde. Durch diese Maßnahmen wird die Vorfahrtsituation verdeutlicht.

Der Knoten Frankfurter Straße / Maarhäuser Weg / Steinstraße zeichnete sich wie auch in den Vorjahren durch eine hohe Unfallbelastung aus, wobei insbesondere Kollisionen zwischen Linksabbiegern und dem Geradeausverkehr auftraten. Die Unfallkommission sieht hier unverändert nur noch in der separaten Signalisierung der Linksabbiegeströme eine Möglichkeit zur Reduzierung des Unfallgeschehens. Bezüglich dieser Maßnahme laufen weiterhin die Abstimmungsverfahren. Zur kurzfristigen Erhöhung der Verkehrssicherheit im Knoten wurde aber für den besonders unfallträchtigen Linksabbieger von der Frankfurter Straße in den Maarhäuser Weg ein Nachlauf des Grünsignals eingerichtet. Bei dieser Signalisierung wird der Verkehr der Frankfurter Straße in Fahrtrichtung Norden früher angehalten, so dass der Linksabbieger in den Maarhäuser Weg dann ungefährdet abbiegen kann.

 

Das Unfallgeschehen in der Kreuzung Frankfurter Straße / Poststraße beruhte darauf, dass Pkw-Fahrer, die aus der Poststraße ausfuhren den Vorrang von Verkehrsteilnehmern auf der Frankfurter Straße missachteten. In zwei Fällen waren hier Radfahrer beteiligt, die den begleitenden Zweirichtungsradweg der Frankfurter Straße befuhren. Die Verwaltung hat bereits auf der Frankfurter Straße im Umfeld der Kreuzung Poller installieren lassen, um sichtbehinderndes Parken zu unterbinden. Weiterhin wird auf dem Radweg noch ein Radwegpiktogramm zur Verdeutlichung des Zweirichtungsverkehrs auf diesem Weg markiert. Diese Maßnahme wird kurzfristig umgesetzt.