Tagesordnungspunkt

TOP 9.2.1: Radverkehr in Köln
hier: Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs im Jahr 2013 - Wurde bereits zentral versandt -

BezeichnungInhalt
Sitzung:21.10.2014   BV7/0003/2014 
Beschluss:Kenntnis genommen
Vorlage:  2029/2014 

Das Radverkehrsaufkommen bewegte sich 2013 in etwa auf Vorjahresniveau, über die Jahre hinweg zeichnet sich dennoch ein Zuwachs von 3-5 % jährlich ab. Der Trend zum Radfahren hält weiter an. Dieser Entwicklung nicht nur Rechnung zu tragen, sondern diese aktiv zu befördern, ist eine der wesentlichen Aufgaben der Stadtverwaltung. Um diesem Anspruch zu genügen, wurden 2013 umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. Gleichwohl ergibt sich eine zunehmende Diskrepanz zwischen dem, was nötig wäre, den Radverkehr substanziell zu fördern, und dem, was mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen gegenwärtig möglich ist. Tatsache ist, dass der Positivtrend des Radverkehrs sowohl die Aufmerksamkeit als auch die Ansprüche spürbar wachsen lassen. Der stetig wachsenden Zahl an Hinweisen und Anregungen und den immer größeren Anforderungen kann derzeit nicht in dem Maße Rechnung getragen werden, wie es der zunehmenden Bedeutung des Radverkehrs entsprechen würde.

 

Eine umfassende und ausführliche Darstellung der zur Förderung des Radverkehrs von der Verwaltung im Jahr 2013 umgesetzten Maßnahmen ist dieser Mitteilung als Anlage beigefügt.

 

Hier eine Auflistung wesentlicher Maßnahmen:

 

·         Erfolgreiche Bewerbung um Fördermittel des Landes NRW zur Planung und Umsetzung eines interkommunalen Radschnellwegs gemeinsam mit dem Rhein-Erft-Kreis und Nachbarkommunen. Die Pilotstrecke soll von Frechen in die Kölner Innenstadt führen.

·         Markierung von Schutzstreifen auf drei Außerortsstraßen im Kölner Nordwesten als Teststrecken eines bundesweiten Modellversuchs.

·         Abschnittweise Sanierung der Radwege entlang der Boltensternstraße, des Pfälzischen Rings, der Rösrather Straße, des Neubrücker Rings, der Humboldtstraße und des Porzer Rheinufers.

·         Einrichtung von Schutz- und Radfahrstreifen unter anderem auf der Adrian-Meller Straße, Hauptstraße Porz, Lützerather Straße, Godorfer Hauptstraße oder Wilhelm-Mauser-Straße. Außerdem punktuelle Lösungen, etwa an der Kreuzung Venloer Straße/Innere Kanalstraße oder Weinsbergstraße/Piusstraße.

·         Prüfung von über 100 geplanten Fahrbahndeckensanierungen auf Radverkehrsbelange. Bei einem Drittel konnte ein Planungsbedarf zur Optimierung des Radverkehrs mittels Markierungen festgestellt werden. 10 Planungen konnten fertiggestellt und übergeben werden. 6 Maßnahmen wurden 2013 ausgeführt. Viele weitere Maßnahmen werden 2014 folgen.

·         Kleinere bauliche Anpassungen zur Erleichterung des Radverkehrs unter anderem am Leinsamenweg, Kitschburger Straße, Marienweg, Parkgürtel, Lentstraße, Gustav-Heinemann-Ufer. Darüber hinaus Planung und Vorbereitung zahlreicher weiterer Maßnahmen, deren Umsetzung 2014 erfolgt.

·         Fertigstellung des Radverkehrskonzeptes für die Stadtteile Lindenthal, Sülz und Klettenberg. Der gesamte Prozess wurde durch öffentliche Abendveranstaltungen begleitet.

·         Fertigstellung und Einholung der politischen Beschlüsse bezirksbezogener Gesamtkonzepte zur systematischen Öffnung weiterer Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung.

·         Fortführung der systematischen Überprüfung der Radwegebenutzungspflicht im Stadtgebiet.

·         Einrichtung von 1.500 zusätzlichen Fahrradabstellplätzen im Stadtgebiet. So viele wie nie zuvor in einem Jahr. Beispiele finden sich unter anderem in der Balthasarstraße, Fridolinstraße, Maarweg, Nußbaumerstraße, Gilbachstraße, Nikolausstraße, Palanterstraße und auf dem Breslauer Platz.

·         Im Rahmen der Ausweitung des Bike-and-Ride Angebots wurden 242 Fahrradboxen an den 21 S-Bahnhaltestellen im Stadtgebiet aufgestellt. Damit wurde das bestehende Angebot verdoppelt.

·         Erneut deutlicher Anstieg der Inanspruchnahme des städtischen Bürgerservice zum Thema Radverkehr. Die Anzahl der Bürgerkontakte stieg mit 2.400 Kontakten um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr (1.800 Kontakte).

·         Veröffentlichung von etwa 25 Internetmeldungen und Pressemitteilungen, Organisation und Durchführung mehrerer Pressetermine und periodischer Versand eines Newsletters zum Thema „Radfahren in Köln“.

·         Publikation von Fachbeiträgen in verschiedenen Zeitschriften und Magazinen.

·         Teilnahme an insgesamt etwa 40 Fach- und Publikumsveranstaltungen zum Thema, teilweise mit eigenem Informationsstand (z.B. Fahrradsternfahrt, Tag des guten Lebens).

·         Fachliche Betreuung und Erarbeitung einer neuen Systematik für eine völlig überarbeitete Neuauflage des vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) herausgegebenen „Fahrradstadtplan Köln“.

·         Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des verwaltungsinternen Gewinnspiels „Radeln Sie sich fit zur Arbeit“ als wichtigen Baustein der innerbetrieblichen Radverkehrsförderung. Im fünften Jahr absoluter Rekord mit fast 500 Teilnehmenden.

 

 


Abstimmungsergebnis: