Tagesordnungspunkt

TOP 8.9: Abrissmoratorium zum Erhalt des alten Verwaltungsgebäudes samt vorgelagerter Zaun- und Gartenanlage der ehemaligen Lackfabrik Herbol/Herbig-Haarhaus AG, Vitalisstraße, Köln-Bickendorf
Gemeinsamer Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der FDP-Piraten-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE und des Einzelvertreters Schuster (Deine Freunde) vom 12.04.2016

BezeichnungInhalt
Nachtrag:14.04.2016 
Sitzung:18.04.2016   BV4/0016/2016 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Vorlage:  AN/0682/2016 

Beschluss:

1.   Die Bezirksvertretung Ehrenfeld beschließt ein Moratorium für den Bauantrag zum Abriss der ehemaligen Verwaltungszentrale der Herbol-Lackwerke/Herbig-Haarhaus AG an der Vitalisstraße in Bickendorf.

 

Während des Moratoriums soll in Gesprächen mit dem Eigentümer und der Verwaltung darauf hingearbeitet werden, das Gebäudeensemble einer neuerlichen Nutzung, die dem Symbol für die industriell geprägte Vergangenheit Bickendorfs und der langen und erfolgreichen Industriegeschichte des Stadtteils gerecht wird, zuzuführen.

 

2.   Die Verwaltung wird beauftragt, der Bezirksvertretung Ehrenfeld die  Stellungnahme des Amtes für Denkmalschutz vorzulegen, welche gegen den Erhalt des Gebäudekomplexes incl. des schmiedeeisernen Zaunes als Industriedenkmal spricht.

 

3.   Die Verwaltung wird des Weiteren beauftragt, mit der Eigentümerin, der SEGRO Germany GmbH, in Kontakt zu treten, um dieser die Bedeutung des Bauwerks für den gesamten Stadtteil vor Augen zu führen und sie zu bitten, alle Möglichkeiten des Erhalts zu prüfen.

 

Zur Klärung der Möglichkeiten, die zum Erhalt und der Revitalisierung führen könnten, bittet die Bezirksvertretung den Bezirksbürgermeister um die kurzfristige Durchführung eines Ortstermins.

 

4.   Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln wird gebeten, zu prüfen, inwieweit bei der Herbol-Lackfabrik in der Zeit zwischen 1938 und 1945 jüdische Männer und Frauen sowie ausländische Zwangsarbeiter/innen und Kriegsgefangene zur kriegswichtigen Produktion zur Arbeit gezwungen wurden.

 

5.   Die Verwaltung wird darüber hinaus gebeten, zu überprüfen, ob rechtliche Mittel eingelegt werden können, die den Erhalt des Bauwerkes durch den Eigentümer zur Folge hätten.


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig zugestimmt bei Enthaltung der CDU-Fraktion.