TOP Ö 3.1.1: Sachstand Beschluss Fußgängerbeauftragter

Nachtrag: 03.12.2019

Herr Thelen, Ausschussvorsitzender, erinnert daran, dass der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden den Fußgängerbeauftragten beschlossen habe. Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung habe den Vertreter des Fahrradbeauftragen als Fußgängerbeauftragten benannt. Die Intention sei gewesen, dass es einen unabhängigen und eigenständigen Fußgängerbeauftragter gebe. Dies bittet er im Sinne des Beschlusses des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden, nochmals an die Fachverwaltung weiterzugeben.

 

Herr Hauser, Grüne, berichtet, dass dies in der AG Senioren ausführlich diskutiert wurde. Überparteilich wurde deutlich, dass der Beschluss nicht so ernst genommen werde. Man erhalte immer häufiger, gerade von älteren Menschen, die Nachricht, dass sie sich nicht sicher fühlen, daher müsse man die Urbewegung, das zu Fuß Gehen, mehr schützen. Den Beschluss des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden sowie des Rates solle man in der Verwaltung so ernst nehmen, wie er gedacht gewesen sei.

 

Herr Schuiszill, CDU, führt aus, dass es verschiedene schwächere Verkehrsteilnehmer gebe. Die Interessenkollision wie bei dem Vertreter des Fahrradbeauftragten sehe er bei dem Behindertenbeauftragten nicht. Dieser müsse sich ohnehin auch um den Verkehrsraum kümmern, vielleicht könne man darauf hinwirken.

 

Herr Nigman, Seniorenvertreter, berichtet vom Runden Tisch Radverkehr in Ehrenfeld. Auf die Frage wer die Belange der Fußgänger bei der Neuplanung von Radfahrschnellwegen usw. wahrnehme, meldete sich der Verantwortliche für den Radverkehr. Diesen habe er dann gefragt, ob er schuld daran sei, dass Fußgänger an bestimmten Kreuzungen gar nicht mehr kreuzen können, weil nicht mehr vorgesehen sei, dass sie dort Platz finden. Alle Kölner gingen zu Fuß, dies sei eine Gruppe von über einer Million Einwohner, das könne man nicht abtun. Es müsse bei Planungen darauf Rücksicht genommen werden, wie Fußgänger durch den Verkehr kommen.