TOP Ö 1.1: Einwohnerfrage Verkehrskonzept

Frau Bürgeramtsleiterin Hohenforst liest die Beantwortung der Verwaltung vor:

 

Frage:

 

  1. Auf der BergischGladbacher Straße ist nun Tempo 30 Zone Lärmschutz (Ich dachte

wegen der Luftverschmutzung?) eingerichtet. Warum sind die Ampelphasen nicht auf

Tempo 30 umgestellt?
z.B. zwischen Skt. Theresia und Gronauer Str.

 

Antwort:

Die Grüne Welle auf der Bergisch Gladbacher Straße ist schon seit November 2018 auf Tempo 30 optimiert.

Nach telefonischer Rücksprache mit dem Anfragensteller stellte sich heraus, dass er morgens stadtauswärts auf der Bergisch Gladbacher Straße unterwegs ist.

Die Schaltung dieser Fahrtrichtung wird aber nachrangig zur Fahrtrichtung stadteinwärts behandelt, da morgens grundsätzlich, die Verkehre nach Köln hereinfahrend

priorisiert werden, so dass es häufiger zum Stopp kommen kann und auch kommen wird.

 

Der Anfragensteller war mit dieser Beantwortung zufrieden gestellt.

 

Frage:

  1. Am Bahnhof Mülheim/ Montanustr. steht der Bus der Linie 150 während seiner Pause

alle 20 Min. auf dem Fahrradschutzstreifen. Ist das richtig?


Antwort:

Nach Prüfung der Sachlage innerhalb der Verwaltung und Rückfrage bei der KVB wurde festgestellt, dass hier eine kleine aber entscheidende Fehleinschätzung des Bürgers vorliegt.

Der Schutzstreifen entlang der Montanusstraße ist im Bereich der Haltestelle unterbrochen. Hier hat sich der Radverkehr den Straßenraum mit den anderen Verkehrsmitteln zu teilen. Diese Fahrbahnmarkierung entspricht inzwischen dem Kölner Standard und findet vielfach Anwendung. Am Heumarkt beispielsweise verbringt die Buslinie 106 ihre Wendezeit in einer vergleichbaren Situation.

 

Frage:

  1. Wäre es nicht besser, der oder die Busse würden auf dem Bahnhofsvorplatz halten

und wenden?

Aktuell ist es in der Rüdesheimer Str. Ecke Wiesbadener Str. so, dass für die Buslinie

150 von der KVB ein Servicewagen an der Kreuzung in den Stoßzeiten

(StunkSitzung) abgestellt wird, um mögliche Falschparker vorbeugend zu vertreiben.

So werden Ressourcen vergeudet, die einem leistungsfähigen ÖPNV fehlen.

 

Antwort:

Der Bahnhofsvorplatz ist ebenso wie die Kreuzung Frankfurter Straße/ Montanusstraße im Zuge des Förderprojektes Mülheim 2020 umgestaltet worden. Der Bahnhofsvorplatz (im Eigentum der DB) hat in diesem Zuge ein neues Pflaster erhalten, dessen Tragfähigkeit keinen Regelbetrieb einer Buslinie erlaubt. Ein Umbau und die entsprechend notwendige Umwidmung kommen aufgrund der geflossenen Fördermittel derzeit nicht in Frage, da neben den neuen Investitionen auch die Fördermittel zurückgezahlt werden müssten. Zudem ist die notwendige Zustimmung zur Umwidmung und Umnutzung des Platzes fraglich. Hierbei wären vielfältige Interessenslagen zu berücksichtigen.

 

Frage:

  1. Seit kurzem bin ich auf ein Plug-In fähiges Hybridfahrzeug umgestiegen. Da das

Fahrzeug über kein Schnellladesystem verfügt und ich keinen eigenen Stellplatz

habe, gibt es in der unmittelbaren Umgebung keine Lademöglichkeit, um das

Fahrzeug elektrisch zu betreiben.

Die RheinEnergie kann auch nicht weiterhelfen. Warum werden nicht auch öffentliche

Stellplätze mit Lademöglichkeit in Mülheim eingerichtet?

 

Antwort:

Es werden öffentliche Stellplätze mit Lademöglichkeiten in Mülheim errichtet. In diesem Zusammenhang wird auf das Standortkonzept für eine Ladeinfrastruktur im öffentlichen Straßenraum der Stadt Köln verwiesen. Link: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=81016&search=1) . Im Stadtbezirk Mülheim sind neun Lademöglichkeiten geplant, davon acht Normalllade- und eine Schnelllademöglichkeit.