TOP Ö 3.1: Kinderärztliche Versorgung in Chorweiler

Nachtrag: 23.04.2020

Beschluss: Kenntnis genommen mit erneuter Wiedervorlage

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,

sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Dr. Unna,

 

die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Gesundheitsausschusses zu setzen.

Im Stadtbezirk Chorweiler war die kinderärztliche Versorgung lange ein großes Problem. Inzwischen gibt es anscheinend ein medizinisches Versorgungszentrum in der Florenzer Strasse 20, in dem zwei angestellte Kinderärzt/innen praktizieren. Dazu hat die Fraktion DIE LINKE folgende Fragen:

 

1.    Wer ist der Träger und wie sieht die Struktur des medizinischen Versorgungszentrum in Chorweiler aus?

2.    Ist ein medizinisches Versorgungszentrum auch ein Modell, um die Versorgung mit Haus- und Fachärzten aufrecht zu erhalten?

3.    Die Vorgabe der Kassenärztlichen Vereinigung ist es, pro 2405 Kinder und Jugendliche einen Kinderarzt vorzuhalten. Diese Regelung geht zurück auf die 90er Jahre, als Kinderärtz/innen weniger Aufgaben, z. B. weniger Vorsorgeuntersuchungen, hatten.

Hält die Verwaltung diese Zahl im Licht der Erfahrungen u.a. aus dem Stadtteil  Chorweiler für weiterhin ausreichend oder für überholt?

4.    Falls die kassenärztliche Vereinigung hier nur unzureichende Steuerungsmechanismen für die Aufrechterhaltung einer ausreichenden (kinder-)ärztlichen Versorgung hat, welche anderen Möglichkeiten sieht die Verwaltung, in unterversorgten Stadtteilen Ärzte anzusiedeln?

5.    Gibt es noch weitere Stadtteile, in denen die Verwaltung akut Handlungsbedarf sieht, was die Ansiedlung von Ärzt/innen angeht?

Mit freundlichen Grüßen

 

gez.

Michael Weisenstein

Fraktionsgeschäftsführer