TOP Ö 4.2.1: Erweiterung der Schulsozialarbeit ab dem Schuljahr 2009/2010
(Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion, der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 17.03.2009)

Beschluss:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, die auf politischen Beschluss im Doppelhaushalt 2008/2009 eingestellten Mittel in Höhe von 750.000 Euro zur Finanzierung zusätzlicher Stellen für die Schulsozialarbeit an Grundschulen zu verwenden.

 

Die Stellen sollen durch anerkannte, geeignete Träger der freien Jugendhilfe besetzt werden.

 

Der Jugendhilfeausschuss fordert die Verwaltung weiterhin auf, bei der Trägerauswahl auf folgende Kriterien zu achten:

 

- Erfahrung in Kooperation mit Schulen

- Träger, die eine Fachberatung für die Jugendsozialarbeit bereits praktizieren

- Träger mit OGTS-Erfahrung

- Träger mit Fachkräften, die eine hohe persönliche und fachliche Kompetenz besitzen, da die

   in Frage kommenden Grundschulen einen hohen Schüleranteil mit belasteten und

   verhaltensaufälligen Kindern aufweisen

-  die Arbeit muss im Einklang mit dem gemeinsam von Schulentwicklungs- und

   Jugendhilfeplanung erstellten Jugendkonzeptes stehen

 

Die Trägerauswahl soll unter Beteiligung der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege durch die Jugendverwaltung erfolgen.

 

Zur fachlichen Steuerung der zukünftigen Schulsozialarbeit im Primarbereich ist zu prüfen, ob eine städtische Koordinatorenstelle notwendig ist. Der Aufgabenbereich dieser Funktion ist darzustellen. Die Finanzierung kann aus den zur Verfügung gestellten Haushaltsmitteln erfolgen.

 

Die Verwaltung wird zudem beauftragt, alle Schulsozialarbeiter über das Schulgirokonto mit einem angemessenen Sachmittelbudget auszustatten. Die Auswahl und Einstellung der Fachkräfte erfolgt unter Beteiligung der Schulen.

 

Ferner bitten wir die Verwaltung, das bisherige Konzept der Schulsozialarbeit unter Einbeziehung der integrierten Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplanung zu überarbeiten und dem Jugendhilfeausschuss noch in 2009 vorzulegen.

 

Die Verwaltung wird aufgefordert, die bereits im Januar vorgelegte Beschlussvorlage zur Schulsozialarbeit entsprechend zu ergänzen und dem Rat am 05.05.09 zur endgültigen Beschlussfassung vorzulegen. Das Ziel ist zu Schuljahresbeginn 2009 mindestens 44 zusätzliche Stellen (kommunal, landesfinanziert wie auch in freier Trägerschaft) für den Bereich der Schulsozialarbeit in Köln vorzuhalten.

 

Mit der Finanzierung weiteren Personals tritt die Stadt Köln wiederholt in Vorleistung. Wir fordern daher das Land auf, seine Förderanstrengungen zu verstärken und ebenfalls entsprechende Ressourcen bereitzustellen.

 


Abstimmungsergebnis:

 

Einstimmig zugestimmt.