TOP Ö 9.50: Archäologische Zone und Jüdisches Museum Köln

Nachtrag: 10.09.2009

Beschluss: geändert beschlossen

III. Beschluss über die geänderte Verwaltungsvorlage:

 

Der Rat beschließt in Abänderung der Punkte 1 – 8 seines Planungsauftrages vom 28.8.2008 (DS-Nr. 2809/2008):

 

1.   Das Projekt wird unter dem Arbeitstitel „Archäologische Zone/Jüdisches Museum“ fortgesetzt.

 

Nach dem Rückzug der Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur aus Betrieb und Finanzierung wird die bisherige Planung in folgender Weise überarbeitet:

a.      der Baukörper wird zugunsten eines großzügigeren Platzes vor dem Wallraf-Richartz- Museum & Foundation Corboud reduziert

b.      die Ausstellung der kölnisch-jüdischen Geschichte wird organisatorisch (gemeinsame Infrastruktur) in die archäologische Zone (Ausgrabungsstätte und Präsentation) integriert.

c.      Archäologie und Jüdische Geschichte /Jüdisches Leben in Köln werden durch unterschiedliche Kuratoren inhaltlich betreut

d.      Die Planung muss getrennte, themenbezogene Zugangsmöglichkeiten sichern.

 

 

2.      Der Rat beauftragt die Verwaltung, den ersten Preisträgern des Architektenwettbewerbs zur Archäologischen Zone und zum Jüdischen Museum, dem Büro Wandel, Hoefer, Lorch & Hirsch, Saarbrücken, aufzugeben, den Siegerentwurf entsprechend Punkt 1 unter Würdigung der Ergebnisse des Wettbewerbs sowie den Auflagen des Preisgerichts und des Rates planerisch bis zur Entwurfsreife weiterzuentwickeln.

 

 

3.      Die so überarbeitete Entwurfsplanung einschließlich einer geprüften Kostenberechnung ist dem Rat zur Beschlussfassung über die Realisierung (Baubeschluss) vorzulegen.

 

 

4.   Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage der verabschiedeten Entwurfsplanung Förderanträge zur Erlangung von Städtebauförderungsmitteln für die Archäologische Zone im Zuge der Regionale 2010 zu stellen. Die Verwaltung wird weiter beauftragt, Verhandlungen und Gespräche über Möglichkeiten der Projektunterstützung durch Dritte wie z.B. Land, LVR und private Förderer zu führen.

 

 


Abstimmungsergebnis:

 

Mehrheitlich mit den Stimmen der SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der FDP-Fraktion, der Fraktion Die Linke.Köln sowie mit der Stimme des Oberbürgermeisters gegen die Stimmen der CDU-Fraktion, der Fraktion pro Köln sowie gegen die Stimmen der Ratsmitglieder Dr. Müser (Freie Wähler – Kölner Bürger Bündnis) und May zugestimmt.

 

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Anmerkung:

 

Diese Angelegenheit wurde vorgezogen und mit den Punkten 9.51 und 9.52 zu Beginn des Punktes 9 - Allgemeine Vorlagen – behandelt.