Herr Graf begrüßt grundsätzlich, dass die mittelalterlichen Festungen mit Leben durch die Karnevalsvereine gefüllt werden. Er begründet den Änderungsantrag mit dem Wunsch, dass die denkmalpflegerischen Aspekte, insb. der Erhalt der Kaponnière aus preußischen Brandziegeln hervorgehoben werden.

Ursprünglicher Änderungsantrag:

Die Bezirksvertretung stimmt der Aufhebung des Fluchtlinienplans unter folgender Bedingung zu:

 

Die Verwaltung wird gebeten, mit den Roten Funken einen Vertrag abzuschließen, der die Wiederherrichtung der Fassade der Kaponnière in einen denkmalgerechten Zustand sowie eine Vereinbarung über den zeitlichen Rahmen derselben beinhaltet. Ebenso soll vertraglich festgelegt werden, dass durch Beseitigung der alten Toilettenanlage und einer nicht spiegelnden Scheibe die ehemalige Ulrepforte sichtbar und ein Blick hinein möglich ist, dass zum weiteren ein Blick auf den kompletten Turm vom Sachsenring aus möglich bleibt und dass unmittelbar um die Ulrepforte herum keine Autos mehr parken.

Dieser Vertrag soll dem Stadtentwicklungsausschuss und der Bezirksvertretung vorgelegt werden.

 

Frau Dr. Börschel stellt klar, dass der Änderungsantrag in Absprache mit der CDU-Fraktion nach einer Modifizierung die Zustimmung der SPD-Fraktion finden könne.

 

Frau Tillessen ist der Ansicht, dass der Fluchtlinienplan nicht aufgehoben werden müsse. Auch der Änderungsvorschlag findet nicht die Zustimmung der FDP-Fraktion, weil der Fuß des Turmes komplett verdeckt würde und ein Glasgang nicht transparent genug wäre. Eine unterirdische Erweiterung (z.B für Toiletten und Archiv) würde ausreichen. Die Büros im Erdgeschoss waren ihrer Ansicht nach nicht so eingeengt, dass ein Neubau notwendig wäre.

 

Herr Mevenkamp hebt die Verdienste der Roten Funken hervor, ohne die der Turm eine Ruine wäre. Die CDU-Fraktion würde der Modifizierung zustimmen.

 

Frau Berscheid ist wichtig, dass ein Vertrag abgeschlossen wird, dass sowohl gebaut wird und auf der anderen Seite sichergestellt ist, dass das Denkmal herausgehoben wird und in der Wertigkeit steigt.

 

Herr Hupke hatte bei dem Ortstermin den Eindruck, dass für alle Parteien das Denkmal eine höchste Priorität hat. Er beantragt eine kleine Unterbrechung.

 

Nach einer Pause stellt Herr Reiferscheid nun eine Modifizierung vor:

 

Die Bezirksvertretung Innenstadt stimmt der Aufhebung mit der Maßgabe zu, die Roten Funken zu folgenden Maßnahmen im Zusammenhang mit dem geplanten Anbau zu verpflichten:

  1. Die Fassade der Kaponnière wird in einen denkmalgerechten Zustand versetzt.
  2. Durch die Beseitigung der alten Toilettenanlage und den Einbau einer nicht spiegelnden Scheibe wird die alte Ulrepforte sichtbar gemacht und ein Einblick ermöglicht.
  3. Der Blick auf den kompletten – mittelalterlichen südlichen - Turm vom Sachsenring aus bleibt erhalten.

 

Weiterhin gibt Herr Reiferscheid zu Protokoll, dass die SPD-Fraktion bereit wäre, außerhalb des Bebauungsplansverfahren Möglichkeiten zu finden, das Parken zu verhindern.

 

Herr Hupke gibt zu Protokoll, dass der neue Anbau aus Tuffstein sein sollte.

Weiterhin bittet er um zeitnahe Information über die Vertragsverhandlungen.


Abstimmungsergebnis:

Die Modifizierung wird mehrheitlich gegen die Stimmen der FDP-Fraktion beschlossen.