Busanbindung des Waldbadviertels in Köln-Ostheim

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BeratungTOPStatusZuständigBeschlussAbstimmung 
28.10.2014 Verkehrsausschuss7.4öffentlichKenntnisnahme (Mitteilung)  
Beratungsergebnisse

 


 

30.10.2014 Bezirksvertretung 8 (Kalk)10.2.2öffentlichKenntnisnahme (Mitteilung)   
20.11.2014 Bezirksvertretung 7 (Porz)9.2.2öffentlichKenntnisnahme (Mitteilung)  
Beratungsergebnisse

Der Verkehrsausschuss hat in der Sitzung am 06.05.2014 beschlossen, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 das Waldbadviertel in Köln-Ostheim mit einer neuen Buslinie 191 anzubinden.

 

Die Buslinie wird am 14.12.2014 ihren Betrieb aufnehmen und montags bis freitags in der Zeit von 06:00 bis 19:30 Uhr sowie samstags von 07:00 bis 19:30 Uhr im 30-Minuten-Takt verkehren. Sonntags fährt der Bus in der Zeit von 12:00 bis 19:00 Uhr im 60-Minuten-Takt. Zusätzlich fährt jeden Abend zwischen 19:30 und 23:00 Uhr sowie sonntags zwischen 07:00 und 12:00 Uhr ein TaxiBus im 60-Minuten-Takt.

 

Bestandteil des Beschlusses waren darüber hinaus auch noch die im Folgenden aufgeführten Prüfaufträge, zu denen hiermit Stellung genommen wird:

 

1.        Die Verwaltung wird beauftragt, im Bereich der S-Bahnhaltestelle Frankfurter Straße eine ausreichende Wendemöglichkeit für den Linienverkehr zu planen und zu bauen, damit die Linie 191 kurzfristig näher an die S-Bahnhaltestelle herangeführt werden kann und die Umsteigebeziehungen für die Fahrgäste verbessert werden.

 

Um das Wenden für einen Bus in der Wendeanlage auf dem Lina-Bommer-Weg zu ermöglichen, muss die Verkehrsfläche erweitert werden. Die Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs (EAÖ 2013)[1] sehen für die Anlage einer Wendeschleife für Gelenkbusse einen Durchmesser von 30 Metern vor. Im Vorfeld eines Umbaus sind dafür zunächst die folgenden Maßnahmen erforderlich:

 

·       Änderung des rechtskräftigen Bebauungsplans, da heute nur die ausgebauten Flächen als Verkehrsflächen ausgewiesen sind.

·       Zur Erweiterung der Verkehrsfläche in der Wendeanlage ist der Ankauf von angrenzenden Grundstücken erforderlich, die sich zurzeit nicht im Besitz der Stadt Köln befinden.

 

2.        Die Verwaltung wird weiter beauftragt, zu prüfen, welche baulichen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, die Linie 158 nach Ostheim durchzubinden und mit der Linie 191 zu verbinden und den zuständigen Gremien eine entsprechende Beschlussvorlage vorzulegen.

 

·       Das aktuell beidseitig vorhandene Parken auf der Servatiusstraße müsste auf einer Straßenseite durch entsprechende Beschilderung verboten werden, um den Begegnungsverkehr für zwei Busse zu ermöglichen. Dies wird von der Verwaltung auf Grund des hohen Parkdrucks nicht befürwortet.

·       Im Rahmen einer neu herzustellenden Bushaltestelle auf der Servatiusstraße müsste die Radverkehrsführung angepasst werden, die zum Teil über einen nicht benutzungspflichtigen Radweg erfolgt. Die erforderliche Plattenumlage kann kurzfristig umgesetzt werden.

·       Derzeit ist eine Befahrung der Wilhelm-Griesinger-Straße mit Bussen im Linienverkehr nicht möglich, da im Bereich der Kurve an der Einmündung Pfarrer-Krautwig-Straße die zur Verfügung stehende Fläche nicht ausreicht. Hier müssten planerische Veränderungen vorgenommen werden. Erst mittelfristig im Zusammenhang mit der Entwicklung des Gebietes der Wilhelm-Griesinger-Straße ist ein Gesamtausbau vorgesehen.

·         Im Verlauf der Wilhelm-Griesinger-Straße zwischen Autobahnbrücke und Einmündung Pfarrer-Krautwig-Straße müsste die Fahrbahn durch Neuaufteilung der Verkehrsfläche bei eingeschränkten Bewegungsspielräumen gemäß RASt 06[2] auf mindestens 6,00 Meter verbreitert werden. In der Regel wird laut Richtlinie für den Begegnungsverkehr Bus/Bus eine Breite von 6,50 Meter zugrunde gelegt. Die Fläche für den Fußgängerverkehr, die heute auf einer Breite von 2,50 m nur abmarkiert ist, müsste entsprechend eingeschränkt werden. Aktuell steht die Planung eines provisorischen Gehweges, mittels eines aufgeklebten Bordsteins, kurz vor dem Abschluss und soll kurzfristig umgesetzt werden.

 

 

 



[1] Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs (EAÖ 2013). Ausgabe 2013. Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. -FGSV-, Arbeitsgruppe Straßenentwurf, Köln (Herausgeber).

[2] Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06). Ausgabe 2006. Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. -FGSV-, Arbeitsgruppe Straßenentwurf, Köln (Herausgeber).