Neubrück weiterentwickeln!

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BeratungTOPStatusZuständigBeschlussAbstimmung 
23.06.2016 Stadtentwicklungsausschuss3.3öffentlichAntrag / Anfrage  
Beratungsergebnisse

Der Antrag wurde zurückgestellt.

10.11.2016 Stadtentwicklungsausschuss4.2.5öffentlichAntrag / Anfrage  
Beratungsergebnisse

Der Antrag wurde zurückgestellt.

 

15.12.2016 Stadtentwicklungsausschuss4.2.5öffentlichAntrag / Anfrage  
Beratungsergebnisse

Beschluss: (modifizierter Punkt 0 des Änderungsantrages der Fraktion Die Linke zu TOP 4.2.13 und Änderungsantrag der SPD-Fraktion)

 

  1. Der Stadtentwicklungsausschuss beauftragt die Verwaltung, vor etwaigen Planungen für eine Erweiterung ein stadtklimatisches Gutachten erstellen zu lassen, welches in verschiedenen Szenarien die Beeinflussung des Stadtklimas durch verschiedene Bebauungsmöglichkeiten auf den möglicherweise klimawirksamen Freiflächen darstellt. Der Investor ist an den Kosten zu beteiligen.
  2. Der Stadtentwicklungsausschuss beauftragt die Verwaltung, zusammen mit der GAG Immobilien AG für den Bereich des sog. Madaus-Gartenlandes östlich des Neubrücker Rings, nördlich des Hüttenwegs und westlich des Rather Kirchwegs ein Freiraum- und Städtebauliches Konzept zur Arrondierung von Neubrück zu entwickeln. Dabei sind die Weiterentwicklungspotentiale des bestehenden Stadtteils Neubrück mit zu berücksichtigen. Das neue Quartier soll von vornherein in den bestehenden Stadtteil Neubrück integriert und in einer Gesamtschau mit diesem entwickelt werden.

 

Für das neue Stadtviertel sollen insbesondere folgende Parameter berücksichtigt werden, die in der Zusammenschau mit den umliegenden Stadtteilen, insbesondere mit Neubrück zu analysieren, zu bewerten und umzusetzen sind:

 

-      Schaffung eines durchweg sozial gemischten Viertels (ohne größere Blockbildung nach sozialen oder preislichen Kriterien, sondern kleinteilige Planung – Vorbild Clouth-Gelände –) unter kleinräumiger Berücksichtigung der angrenzenden Stadtteile; dabei sind für mindestens 30 % der Wohneinheiten öffentlich geförderter Wohnungsbau in dem neuen Veedel vorzusehen. Es sollen auch „preisgedämpfter“ Wohnungsbau und Flächen für Baugruppen, genossenschaftliches Wohnen einschl. Mehrgenerationenwohnen und barrierefreies Wohnen vorgesehen werden. Ebenso können Wohnungen für Flüchtlinge vorgesehen werden.

 

-      Ansiedlung von Nahversorgungsangeboten, Gastronomie, Gewerbe- und Büroflächen, Einrichtungen der Freizeitgestaltung, (s.u.). Dabei ist das Einzelhandels- und Zentrenkonzept auch für diesen Bereich fortzuschreiben. Das Nahversorgungszentrum in Neubrück ist zu erhalten und zu stärken.

 

-      Schaffung der notwendigen verkehrlichen, sozialen und kulturellen Infrastruktur – auch unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit – mit Schulen, Kindertageseinrichtungen, Spielplätzen, der ÖPNV-Anbindung und -Erschließung, einer ausreichenden Anzahl von Stellplätzen, notwendige Sportinfrastruktur, insb. Sportplätzen und -hallen, Bolzplätzen, Räumlichkeiten für Gemeinwesenarbeit, Begegnungsstätten o.ä.

 

-      Attraktive Bebauung in der Natur: Zur Minimierung der Klimaauswirkungen sind ausreichend Bäume, Grünflächen und Durchwegungen vorzusehen. Auch die Planung der Gebäudeblöcke ist unter Berücksichtigung von Klimaaspekten vorzunehmen. Die Energieversorgung soll ressourcenschonend und nachhaltig gestaltet werden (z.B. durch Fernwärme). Es sind attraktive Plätze mit Aufenthaltsqualität und mit öffentlichen Trinkwasserbrunnen sowie regelmäßig Dach- und Fassadenbegrünungen der Gebäude vorzusehen. Den zukünftigen Bewohnern sollen Möglichkeiten für urban gardening und roof gardening gegeben werden.

 

  1. Die Verwaltung wird in diesem Zusammenhang beauftragt, parallel die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Soweit in Teilen notwendig, ist die Änderung des Regionalplans Köln mit dem Ziel der Ausweisung eines Allgemeinen Siedlungsbereichs  bei der Bezirksregierung Köln zu beantragen und zielgerichtet zu verfolgen. Darauf aufbauend ist das städtische Planungsrecht an dieser Stelle zu schaffen (B-Plan) bzw. anzupassen (FNP). Hierzu ist vorab ein Werkstattverfahren mit frühzeitiger Bürgerbeteiligung vorzusehen.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Stadtentwicklungsausschuss und der Bezirksvertretung 8 Kalk kurzfristig einen Vorschlag hinsichtlich des weiteren Vorgehens mitzuteilen.

 


Abstimmungsergebnis:

Mehrheitlich abgelehnt gegen die SPD-Fraktion, die Fraktion Die Linke und die FDP-Fraktion.