Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen in die Stadtplanung

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BeratungTOPStatusZuständigBeschlussAbstimmung 
06.02.2018 Rat3.1.4öffentlichAntrag / Anfrage  
Beratungsergebnisse

Beschluss in der mündlich geänderten Fassung:

Die Verwaltung wird beauftragt, die Voraussetzungen zu schaffen, um die Sicherung und Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen im Rahmen einer integrierten Stadtentwicklung voranzutreiben. Dabei soll zunächst beispielhaft die Musikclubszene behandelt werden und darauf aufbauend auch die weiteren Cluster der Kultur- und Kreativwirtschaft dargestellt werden.

1.

In Zusammenarbeit mit der IHK erfolgt eine Erfassung der derzeit genutzten Standorte und ihrer Entwicklungsperspektiven der Clubszene (Clubkataster).

2.

Es sind Handlungsempfehlungen und Instrumente zu entwickeln und darzustellen, wie die Bedarfe der Kultur- und Kreativwirtschaft im Rahmen einer integrierten Stadtentwicklung in städtebaulichen Planungen unter folgenden Maßgaben und Zielsetzungen berücksichtigt werden können:

  1. Sicherung von kreativen Räumen der Musik- und Clubkultur in urbanen Quartieren, wie z.B. Ehrenfeld und Innenstadt, sowie Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten und Instrumenten bei Nutzungskonflikten im Bestand, z.B. Einbeziehung in ein Quartiersmanagement.
  2. Entwicklung und Etablierung von kreativen Räumen, insbesondere der Musik- und Clubkultur, bei der städtebaulichen Planung neuer Stadtquartiere sowie Sicherung von bereits vorhandenen Musikclubs bzw. anderweitigen Kreativnutzungen.
  3. Identifizierung potenzieller „Eroberungs- und Erprobungsräume“ für kreative Szenen in altindustriellen und in Umwandlung befindlichen Stadtlagen unter unbürokratischer Einbeziehung von Zwischennutzungen..

d.   Auswertung der Erfahrungen und der Handlungspraxis andere Großstädte, wie z.B. Hamburg und Berlin, zu Fragen des Lärmschutzes (Lärmschutzbord, Lärmschutzfonds) sowie Kulturraumschutzmaßnahmen (Freiraumkataster).

  1. Mobilisierung von Knowhow und Verstetigung des Austauschs mit der Kreativszene durch Aufbau eines Netzwerks, z.B. in Form eines Beirats.
  2. Analyse und Darstellung von Förderprogrammen des Landes, des Bundes und der EU zur Unterstützung dieser Zielsetzungen.

3.

Für die Umsetzung dieses Auftrags soll auch externe fachliche Beratung genutzt werden. Für die notwendige Untersuchungen und Konzeptentwicklungen haben die Antragsteller bereits Mittel im Haushalt 2018 bereitgestellt, siehe TP 0902 „Konzeptentwicklung für kulturelle

und kreative Freiräume in der Stadtplanung“ sowie  TP 1501 „Clubszene Köln“.

 

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Anmerkung:

Die antragstellende Fraktion übernimmt die Formulierung des Änderungsantrages der Fraktion Die Linke. bis auf das Wort „unbürokratisch“.


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig bei Stimmenthaltung der AfD-Fraktion zugestimmt