Beschluss: geändert beschlossen


Beschluss:

 

Die Bezirksvertretung Nippes bittet den Rat bzw. den zuständigen Ausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, eine städtische Quartiersgarage auf dem städtischen Parkplatz (Flurstück 1788  in Nippes) zu errichten.

 

Es soll geprüft werden, ob die Stadt die Quartiersgarage selbst errichtet oder von extern errichten lässt. Die Errichtung wird aus den Mitteln der Stellplatzablöse finanziert.

 

Unternehmen, die den Betrieb übernehmen, sollen per Ausschreibung gesucht werden.

 

Der Betrieb soll, soweit wie möglich, aus den Einnahmen der Stellplätze und Mieteinnahmen durch Sharinganbieter*innen, finanziert werden.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, bei der Ausgestaltung des Nutzungskonzepts dafür Sorge zu tragen, dass die Quartiersgarage in erster Linie den Bürger*innen des Stadtteils, dort vorzugswürdig den unmittelbaren Anwohner*innen zur Verfügung gestellt wird. Bei der Ermittlung der notwendigen Gebühren der Nutzung sind in jedem Fall sozialen Gesichtspunkten und dabei insbesondere der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Nutzer*innen Rechnung zu tragen. Die Nutzung muss insbesondere auch denjenigen ermöglicht werden, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen, auf dem freien Markt eine Parkmöglichkeit zu erstehen.

 

Die Garage soll über die gesamte Fläche des Parkplatzes errichtet werden und bis zu sechs Stockwerke hoch sein (im Einklang mit der benachbarten Bebauung des Niehler Kirchwegs und der Neusser Straße).

 

Besonders wichtig ist dabei bei der Errichtung eine möglichst vollständige Fassadenbegrünung zum CO²-Ausgleich und zur besseren optischen Einfügung in die angrenzende Grünfläche nach Vorbild eines „senkrechten Parks“.

 

Es sollen keine der umstehenden Bäume zur Erschließung gefällt werden. Der wegfallende Baum in der Mitte des Platzes soll durch Neupflanzungen auf den umliegenden Grünflächen kompensiert werden.

 

Parallel zum Bau soll eine Untersuchung erfolgen, um eine angemessene Preisstruktur für diesen Standort zu erarbeiten. Ein- und Ausfahrten, sowie Bezahlung sollen vollständig digital abgewickelt werden.

 

Es muss geprüft werden, im welchem Umfang auch Kurzzeitparkplätze zur Verfügung gestellt werden können.

 

Im Erdgeschoss soll ein Mobility-Hub entstehen. In Kooperation mit Carsharing-Anbieter*innen werden Stellplätze hierzu eingerichtet. Ein E-Ladesäulen-Konzept soll ebenfalls realisiert.

 

Zudem sollen Stellplätze und Fahrradboxen für Fahrräder, Lastenräder und E-Bikes vorhanden sein und nach Möglichkeit auch Sharing-Angebote für weitere nachhaltige Verkehrsmittel ansiedeln (E-Roller, Fahrräder, etc.).

 

Die Dachfläche soll zur öffentlichen Nutzung, z.B. als Veedelsgarten, konzipiert werden. Ebenfalls sollen Solaranlagen (ggf. als Solar-Pergolen) und Dachbegrünung berücksichtigt werden.

 

Aufgrund der Dringlichkeit soll dies unabhängig von einem möglichen Masterplan erfolgen.

 

Aus den Erfahrungen dieses Projekts soll die Stadtverwaltung ein Konzept für den Bau und Betrieb von Quartiersgaragen flächendeckend für dicht besiedelte Gebiete entwickeln.




Abstimmungsergebnis:

 

Einstimmig beschlossen.