Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien


Herr Schaefer regt an, anstelle einer Empfehlung ein Meinungsbild entsprechend der Geschäftsordnung des Beirates zu erstellen und an die weiterführenden Gremien als Beratungsleistung abzugeben.

 

Frau Lottmann lässt über die Frage, ob ein Meinungsbild erstellt werden soll abstimmen.

Der Beirat entscheidet sich einstimmig für die Erstellung eines Meinungsbildes.

 

Frau Lottmann lässt weiterhin darüber abstimmen, ob der Beschlussvorlage ohne Änderungen zuzustimmen sei.

Der Beirat entscheidet einstimmig gegen eine Zustimmung zur Beschlussvorlage ohne Änderungen.

 

Frau Lottmann lässt darüber abstimmen, ob Änderungsbedarf im Sinne der Anregungen des Beirates gesehen wird. Der Beirat sieht mehrheitlich Änderungsbedarf im Sinne der Anregungen des Beirates bei einer Enthaltung.

 

Folgendes gesammeltes Meinungsbild zur Vorlage 3932/2021 hat sich ergeben:

 

                                                                                                                                               

 

1.     Leitlinie und Vorgabe der Wettbewerbsauslobung muss die Chart Max-Becker-Areal des Beirats sein.

2.     Die Charta muss verbindlich in die Auslobung integriert werden.

3.     An den Leitlinien der Charta muss sich insbesondere auch die Frage der Ausnutzung orientieren. Vorfestlegungen sind nicht zielführend für den Planungsprozess.

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Forderungen zur Änderung der Wettbewerbs-Auslobung für das Max-Becker-Areal

Das Max-Becker-Areal ist ein Industriegebiet (GI) im Kölner Westen, das zu einem hochverdichteten urbanen Mischgebiet (MU) entwickelt werden soll. Als Ausgleich für die erhebliche Aufwertung des Grundstücks durch diese von die Stadt Köln geplante Gebietskategorien-Änderung erwarten wir eine mind. zeitgemäße, lieber noch innovative Planung. Es soll in den nächsten 10 Jahren hier ein Quartier entstehen, das als Vorbild für die weiteren Entwicklungen in der sog. Weststadt wirken soll. Hierfür hat die Stadt Köln einen aufwändigen Zielbildprozess mit Ämter- und Bürger*innenbeteiligung durchgeführt, der Handlungsempfehlungen formuliert hat. Um den Anspruch an eine zukunftsweisende Entwicklung zu erfüllen, die dazu beiträgt, dass die vom Kölner Rat angestrebten Klima- und sozialen Ziele eingehalten werden können, müssen die in der Wettbewerbs-Auslobung formulierten Vorgaben mindestens die Standards des von der Stadt im letzten Jahrzehnt geplanten Deutzer Hafens einhalten. In weiten Teilen sind dort bisher nur die jetzt geltenden gesetzlichen Mindeststandards enthalten. Die Handlungsempfehlungen aus dem Zielbildprozess sind nur beigelegt und zu wenig in die konkreten Formulierungen eingeflossen. Um die Planer*innen zu ermutigen, zukunftweisende Lösungen zu entwickeln, ist das das falsche Signal.

Konkrete Änderungsvorschläge für die Wettbewerbs-Auslobung:

1.     Das 2017 beschlossene kooperative Baulandmodell kann nicht die Grundlage für eine solch langfristige Planung sein. Wir fordern den Rat auf, zu beschließen, dass über die Quote von 30% gefördertem Wohnungsbau hinaus die bereits im Bündnisvertrag der Ratsmehrheit vereinbarte Quote von mind. 20% preisgedämpftem Wohnungsbau in der Auslobung angesetzt und später im städtebaulichen Vertrag vereinbart werden soll. (Herr Dezernent Greitemann hat den Wunsch nach einem solchen politischen Beschluss bereits in der ersten Bürger*innen – Veranstaltung im Oktober 2020 geäußert)

2.     Das kooperativen Baulandmodell von 2017 setzt nur für Wohnbebauung (für ca. 4.000 Bewohner*innen eine Menge an öffentlichen Grünflächen fest. Für die im MBA geplanten 4.000 Arbeitsplätze im hochverdichteten Mischgebiet muss zusätzlich eine vergleichbare Regelung getroffen werden. Im Gesamtgebiet wurde ein erheblicher Grünmangel festgestellt. Die geplante Verdichtung auf Basis des bisherigen Rechenmodells würde also zu einem Rückfall hinter den bisherigen Standard führen, statt zu der gewünschten vorbildlichen Lösung.

3.     Der Wunsch nach Transformation des Rahmenplanungsgebietes von einem Industrie- und Gewerbe-Standort hin zu einem attraktiven, zukunftsweisenden, wirklich gemischten Stadtviertel, der sog. Weststadt, war der Anlass für den Zielbildprozess, der den Rahmen für die Planung des MBA vorgeben sollte. Es sollen neue Möglichkeiten für Gewerbe und urbane Produktion entstehen und ein Miteinander von Nutzungen ausgelotet werden. Der Plan, auf dem Max-Becker-Gelände nur „nicht-störendes Kleingewerbe“, dem Wohnen dienende Infrastruktur und riesige Büroflächen zu schaffen, wird dem nicht gerecht. Wir erwarten, dass die Auslobung dazu auffordert, für den gewerblichen Anteil von über 35% der Bauflächen zukunftsweisende Lösungen zu finden, wie - etwa durch geschickt zonierte Anordnung - auch produzierendes Gewerbe angesiedelt werden kann. Für dieses zentrale Thema der sog. „Weststadt“ sollte eine/n Experten/in der Jury vorgesehen werden (im Moment nicht der Fall).

4.     Den gerade noch gültigen KFW 55 als Energiestandard anzusetzen, wird dem Ziel des klimaneutralen Köln in keinster Weise gerecht. Es ist mind. KFW 40 vorzugeben.

5.     Dem Ziel ein klimaneutrales und klimaangepasstes Quartier zu planen, mit besonderem Fokus auf Hitze, Wasser/Starkregen, Energie, Stadtraum und Bauen (siehe Stadtentwicklungsausschuss, 28.10.2021), wird die Auslobung nicht gerecht. Es Bedarf einer Überarbeitung und Konkretisierung in der Auslobung: Zum einen darf dieses Themenfeld nicht der Bebauungsplanung nachgelagert sein, sondern muss direkten Einfluss auf die Bebauungsplanung nehmen können, um wirksam zu sein. Zum anderen scheinen die aufgeführten Maßnahmen nicht umfassend und auf Grundlage aktueller Expertise zu sein: bereits im 2013 erschienenen Abschlussbericht „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ wurden wesentlich mehr Maßnahmenpotenziale aufgeführt und bereits auf die hohe Belastung in Ehrenfeld aufmerksam gemacht – seit dem sind weitere Erkenntnisse zu erwarten, die anzuwenden sind. So erscheint z.B. alleinige Dachbegrünung nicht hinreichend, an den bis zu 8-geschossigen Gebäuden ist eine Fassadenbegrünung effektiver.

 

 

LEBENDIGES ERDGESCHOSS AN DEN STRASSEN- UND PLATZSEITEN

An den wichtigsten Strassen- und Platzseiten sollten durchgehend Gewerbliche Flächen ausgewiesen werden, damit eine urbane Lebendigkeit im ganzen Viertel erreicht werden kann. In diesen Bereichen sollte ein Wohnnutzung im Erdgeschoss ausgeschlossen werden.

Die Geschosshöhen im Erdgeschoss sollten in diesen Bereichen 4,50 - 5,0 m betragen, die Fassaden im EG sollten grosszügige Öffnungen haben, die ggf. teilweise oder ganz zu öffnen sind. Die Architektur sollte offen sein und niederschwellig kommunikative Fassaden haben.

 

In den überwiegend für Wohnnutzung ausgewiesenen Flächen sollten gewerbliche Flächen im Erdgeschoss an urbanen strategischen Punkten ausgewiesen werden (Nahversorgung, Gastronomie, Kiosk, etc.)

 

Gewerbliche Monostrukturen sollten vermieden werden (z.B. Büro). Im Hinblick auf ein lebendiges 24/7-Viertel (Stichwort soziale Kontrolle) sollten Mischnutzungen auch innerhalb der Gebäude gedacht werden, die Ehrenfelder Mischung sollte dabei auch in die Vertikale gedacht werden

(Co-Working, Kultur, GYM, ThinkLab, Club, Einkaufen, Cafe, Restaurant, Konzertsaal, Bibliothek, etc...). Reine Büroflächen könnten dann über das Viertel in den verschiedenen Häusern verteilt werden. Die Nutzungsvielfalt sollte sich in einer offenen und zugänglichen Fassadengestaltung widerspiegeln.

 

Gebäude sollten deshalb mit flexibel nutzbaren Strukturen versehen werden, die eine leichte Anpassbarkeit an alternativen Nutzung baulich und statisch zulässt.

 

An städtebaulich strategischen Stellen sollten Stadtbaudetails (Arkaden, Vordächer, eingezogene Eingänge, auskragende Gebäudeteile, etc.) parzellenübergreifend eingeplant werden, um die Nutzbarkeit hinsichtlich urbaner Akzeptanz zu erhöhen und

die Verbindung von Außen-und Innenraum kommunikativ und niederschwellig zu gestalten. Das Ziel sollte ein Viertel mit städtebaulicher Schönheit, eleganten flüssigen Raum- und Platzfolgen mit strategischen Architekturbetonungen aber auch interessanten Brüchen sein.

 

Verfahren und Nutzungsvorgaben

Die großen Potenziale des zweistufigen Wettbewerbsverfahrens mit Nachjustierungsmöglichkeiten nach der ersten Phase sollten stärker genutzt werden. Die erste Phase sollte der Findung eines Nutzungsprogramms und einer Vision für ein nachhaltiges, gemischt genutztes Quartier dienen. Neben der Erarbeitung des städtebaulich-freiraumplanerischen Konzepts sollten die Teams eigene Vorschläge zu einer angemessenen Nutzungsmischung (Wohnen / Gewerbe), Dichte und Gebäudehöhe / Lage von Hochpunkten erarbeiten und zur Beurteilung vorlegen. Auf eine enge Vorgabe der Anteile von Wohnen und Gewerbe und der Anzahl an Wohneinheiten soll verzichtet werden, um den Teams auch vor dem Hintergrund der sonstigen Rahmenbedingungen und Vorgaben (z. B. Mischung, Belebung, Adressbildung, Immissionsschutz etc.) Spielräume zur eigenen Schwerpunktsetzung zu geben. In der zweiten Phase sollte das Konzept auf Basis der Rückmeldungen der Jury und der Öffentlichkeit konkretisiert werden.

 

Abgabeleistung

Die Zweistufigkeit des Verfahrens muss sich auch in den Abgabeleistungen widerspiegeln. Folgende Leistungen sollten zusätzlich erbracht werden:

 

·         Vertiefte Darstellung Art der Nutzung (z. B. bei Gewerbe Aussagen zu Art des Gewerbes, bei Wohnen Aussagen zu Grundstücksvergaben, Parzellierung, Förderung etc.)

·         Aussagen zu Nachhaltigkeit / Klima (z. B. Maßnahmen vor Überhitzung und Überflutung, Starkregenvorsorge, Energieversorgung etc.)

·         Aussagen zum Umgang mit Lärm

·         Stufenweise Entwicklung

 

Mobilität

Eine innovative und funktionierende Mobilitätsplanung ist essentieller Bestandteil einer zukunftsweisenden Quartiersplanung. Um eine Vielfalt an Lösungsansätzen zu gewährleisten, sollte jedes Team einen eigenen Verkehrsplaner hinzuziehen.

 

Die „Leitplanken“ der Mobilität müssen vor Beginn des Wettbewerbsverfahrens transparent gemacht werden.

 

Die Findung einer optimalen ÖPNV-Anbindung des Gebiets ist Teil der Planungsaufgabe. Der Verlauf der Mobilitätstrasse entlang der Gleise darf nicht verbindlich vorgegeben werden. Zusammen mit der dort zu realisierenden Fuß- und Radwegeverbindung besteht andernfalls die Gefahr, dass die im Zielbild definierte Grünverbindung nicht umgesetzt werden kann.

 

Die Straßenräume Widdersdorfer Str. und Maarweg müssen in das Plangebiet, mindestens in den Ideenteil, einbezogen werden, um Verbindungen zu den benachbarten Quartieren zu stärken und Möglichkeiten für eine Neuordnung / Umgestaltung der Räume zu eröffnen.

 

Kugelgasbehälter

Bis zu einer Entscheidung über den Denkmalwert des Kugelgasbehälters ist dieser in die Planung zu integrieren und Nutzungsvorschläge sind zu erarbeiten.




Abstimmungsergebnis: ohne Votum in nachfolgende Gremien verwiesen

Beschluss: zurückgestellt


Beschluss:

Der Stadtentwicklungsausschuss

1.       beschließt die Durchführung eines zweiphasigen städtebauliche-freiraumplanerischen Wettbewerbs für das Max-Becker-Areal inklusive Ideenteil gemäß dem Ablaufschema der Anlage 2

2.       nimmt die Vorgaben für die Auslobung für das Max-Becker-Areal inklusive Ideenteil zur Kenntnis (Anlage 3) und beschließt diese als Grundlage für den städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb.












 

Alternative:
keine

 

 



-geschoben auf nächste Sitzung-

Beschluss: geändert beschlossen


Beschluss:

 

Die Bezirksvertretung Ehrenfeld empfiehlt dem Stadtentwicklungsausschuss, folgenden geänderten Beschluss zu fassen:

 

 

Der Stadtentwicklungsausschuss

1. beschließt die Durchführung eines zweiphasigen städtebauliche-freiraumplanerischen Wettbewerbs für das Max-Becker Areal inklusive Ideenteil. Der Ablauf des Wettbewerbs soll nach dem Modell Kreuzfeld und Heliosgelände erfolgen, d.h. eine zeitlich angemessene, öffentliche Zwischenpräsentation sollte jeweils zeitlich vor den Preisgerichten stattfinden und nicht wie in Anlage 2 dargestellt durchgeführt werden. Der neu erarbeitete Ablauf des Wettbewerbes wird den Bezirksvertretungen 3 und 4 sowie dem Stadtentwicklungsausschuss erneut vorgelegt.

2. nimmt die Vorgaben für die Auslobung für das Max-Becker-Areal inklusive Ideenteil (Anlage 3) zur Kenntnis und beschließt diese mit folgenden Änderungen als Grundlage für den städtebaulichen-freiraumplanerischen Wettbewerb:

a.    Änderung Seite 13 Auslobung: „Die zukünftigen Leitlinien Klimaschutz der Stadt Köln werden im städtebaulichen Vertrag vereinbart (für die Rheinenergie-Grundstücksanteile gelten die höheren Vorgaben für städtische Neubauten). Es soll mit der Rheinenergie ein innovatives Versorgungskonzept entwickelt werden, das als Vorbild für zukünftige Quartiersentwicklungen dienen kann und das Ziel, Köln im Jahre 2035 klimaneutral zu machen, unterstützt.“

b.    Änderung Seite 13 Auslobung: „…hierbei wurden folgende übergeordnete Ziele für das Gebiet formuliert:

1.    Schaffung von Wohnraum auf der Grundlage des kooperativen Baulandmodells unter Berücksichtigung von 20% preisgedämpftem Wohnungsbau als kommunaler, genossenschaftlicher Wohnungsbau und selbstorganisierte gemeinwohlorientierte Wohnprojekte mit Konzeptverfahren.“

2.    Schaffung von Gewerbeflächen für unterschiedliche, auch produzierende Gewerbenutzungen.“

c.    Änderung Seite 14 Auslobung: „Gebietsentwicklung in unterschiedlichen städtischen Gremien, Workshopverfahren und Öffentlichkeitsveranstaltungen diskutiert und als Entwicklungsleitplanken verankert. Die im Rahmen des Zielbildprozesses vom Rahmenplanungsbeirat erarbeitete Charta Max-Becker-Areal vom 20.06.21 wird ebenfalls als Grundlage berücksichtigt.“

d.    Änderung S. 28: Die Anzahl der zukünftigen Bewohner bestimmt den Bedarf an Grünflächen (10 m²/EW) und Spielflächen (2m²/EW). Bei der Bemessung der Grünflächen werden zusätzlich zu der Anzahl der Einwohner die Anzahl der Arbeitsplätze angemessen berücksichtigt.

e.    Änderung S. 37 Auslobung: „Die zwei denkmalgeschützten Villen (132) (inkl. deren umgebenden Freiflächen und Baumbestände) sind zwingend zu erhalten und genießen zudem einen denkmalschutzrechtlichen Umgebungsschutz. Auch die übrige Bausubstanz der Industriekultur (die Einfriedungsmauer, der Gasbehälter (130) und das Uhrenhaus (133) sollte - unabhängig von der Einschätzung der Denkmalbehörden - bei der Quartiersentwicklung identitätsstiftend erhalten und gegebenenfalls umgenutzt werden.“

f.     Änderung S. 47 Auslobung: „Um die städtebauliche Qualität an dem potenzialreichen Standort zu sichern, hat sich die Ausloberschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln dazu entschieden, den vorliegenden zweiphasigen Wettbewerb durchzuführen. Ziel des Wettbewerbsverfahrens ist eine qualitätsvolle stadtplanerische Umgestaltung für das Max Becker-Areal. In der Wettbewerbsphase 1 ist ein Nutzungsprogramm mit Visionen für ein gemischt genutztes Quartier und in Phase 2. die Konkretisierung auf Basis der Rückmeldungen zu entwickeln.

g.    Änderung S. 47 Auslobung: „Zur Wandlung des Standortes in ein urbanes Mischquartier mit hoher Lebens- und Arbeitsqualität wird eine städtebauliche Dichte mit einer GFZ in Höhe von maximal 3,0 vorgegeben. Eine “Ehrenfelder Mischung” soll entstehen, z. B. durch kleinteilige Parzellierung für Vielfalt und Nutzungsmischung.“

h.    Änderung S.  47 Auslobung: „Eine damit verbundene Überschreitung der Dichtevorgabe ist zum einen zu begründen und zum anderen innerhalb des Gesamtgrundstücks bilanziell, insbesondere durch Freiraumqualitäten, auszugleichen. Lebendige Erdgeschossen an den Straßen- und Platzseiten sollen entstehen durch Ausweisung von Gewerbeflächen und entsprechender Geschosshöhe. Gewerbliche Monostrukturierungen sollen vermieden werden. In Hinblick auf ein lebendiges Viertel sollten Mischnutzungen auch innerhalb der Gebäude gedacht werden. Die sogenannte Ehrenfelder Mischung wird in der Vertikalen wie Horizontalen gedacht.“

i.      Änderung S. 47 Auslobung: „Die weiteren 40% entfallen auf Büros/Dienstleistung/Gewerbe. Weitere unterstützende Nutzungen wie soziale Infrastruktur, Kultur und Einzelhandel sind hiervon separat zu betrachten. Mit zu planen sind Gebäude mit flexibel nutzbaren Strukturen, die eine leichte Anpassbarkeit an alternative Nutzung baulich und statisch zulassen.“

j.       Änderung S. 47 Auslobung: „In der Gewichtung der beiden Hauptnutzungsgruppen - Wohnen und Arbeiten - ist für unterschiedliche Wohnungen und Wohnformen von einem Anteil von maximal 60% auszugehen. Die weiteren mindestens  40% entfallen auf Büros/Dienstleistung/ (produzierendes)Gewerbe. Für den gewerblichen Anteil von mindestens 40% der Bauflächen werden zukunftsweisende Lösungen erarbeitet, sodass auch durch geschickt angeordnete Zonierung produzierendes Gewerbe angesiedelt werden kann.“

k.    Änderung S.47 Auslobung: „Die städtebauliche Gestaltung sowie die Architektur und Fassadensprache soll im Quartier so vorgesehen werden, dass sowohl eine eigene Identität als auch das harmonische Gesamtbild eines modernen urbanen Quartiers entstehen. Das Ziel sollte ein Viertel mit städtebaulicher Schönheit, eleganten flüssigen Raum- und Platzfolgen mit strategischen Architekturbetonungen aber auch interessanten Brüchen sein. Die qualitätvolle Planung des öffentlichen Raums ist von zentraler Bedeutung für ein ‚Veedel‘ -Gefühl.“

l.      Änderung S.48 Auslobung: „Der Kugelgasbehälter hat als Landmarke des industriellen Erbes eine besondere Qualität und bleibt unabhängig vom formalen Denkmalstatus in vollem Umfang erhalten. Von den Teilnehmenden ist aufzuzeigen, wie sich dieser inkl. des ihn umgebenden Baumbestandes in die Planung einfügen lässt und positiv integriert werden kann. Hier sind neben der städtebaulichen Einbindung auch Ideen für eine Nutzungsänderung dieses besonderen Ortes zu skizzieren“

m.   Änderung S.52 Auslobung: „Die Nutzungsmischung spielt in zukunftsbeständigen Quartieren eine wesentliche Rolle: Wohnen, Büro und Dienstleistung, wohnverträgliches und produzierendes (Klein-)Gewerbe, urbane Produktion sowie Grün- und Freiräume sollen verträglich miteinander kombiniert und vernetzt werden, sodass die Grundlage eines nachhaltigen und zukunftsgerechten Quartiers geschaffen wird.“

n.    Änderung S. 53 Auslobung: „Gemäß kooperativem Baulandmodell der Stadt Köln sind mindestens 30 Prozent der Geschossfläche Wohnen als öffentlich geförderter Wohnraum (hier lagebedingt im Geschoßwohnungsbau) als kommunaler, genossenschaftlicher Wohnungsbau und selbstorganisierte gemeinwohlorientierte Wohnprojekte mit Konzeptverfahren zu errichten, um bezahlbaren Wohnraum und die gewünschte Vielfalt an Wohnungstypen und Wohnformen zu ermöglichen. Weitere 20% des Wohnraumes sind aus Gründen der Mietpreisdämpfung für gemeinnützigen, genossenschaftlichen Wohnungsbau zu berücksichtigen. Der geförderte Wohnraum sollte auf dem Areal gleichmäßig und im Sinne einer städtebaulichen Durchmischung verteilt werden.“

o.    Änderung S. 55 Auslobung: „Hier soll eine produktive Stadt entstehen, die auch Kleingewerbe und Handwerk einbindet. Innovative Ideen zur Flächenoptimierung wie Stapelung sind zu entwickeln, Zwischennutzung mitzudenken, gewerbliche Monostrukturen zu vermeiden. Durch unterschiedliche Arbeitsplatzkonzepte sollen zukunftsweisende Arbeitsformen neben bewährten Bürotypologien etabliert werden um neben den klassischen Unternehmensformen auch Gründerzentren, jungen Kreativbüros und Start-Ups Raum zur Ansiedlung zu geben.“

p.    Änderung S. 55 Auslobung: „Ein in den urbanen Kontext integrierter Lebensmittelmarkt zur Nahversorgung mit einer Verkaufsfläche von mind. 1200 m² ist nachzuweisen. Die Fortschreibung des EHZK wird gebietsbezogen entsprechend angepasst.“

q.    Änderung S. 56 Auslobung: „Mit den zusätzlichen Wohneinheiten, die durch die Planung entstehen, steigt der Bedarf an Schulplätzen. Aus diesem Grund ist für das Vorhaben auch eine Grundschule mit bis zu 5 Zügen nachzuweisen. Sie benötigt adäquate Außenanlagen, ausreichend Stellplätze und eine 2-Feld Turnhalle. Sowohl die Turnhalle als auch die Außenanlagen sind nach Schulschluss für die Öffentlichkeit zugänglich. Für den Fall, dass der Schulausschuss zeitnah entsprechend  beschließt, ist eine weiterführende Schule vorzusehen.“

r.     Änderung S. 58 Auslobung: Ein qualitätsvoller Jugendtreff ist in dem städtebaulichem Konzept für das Max Becker-Areal mit einzuplanen. Hierfür sind rund 500 m² BGF einzuplanen. Für die Ausgestaltung dieser Fläche ist unter der Federführung des Amtes für Kinder- und Jugendinteressen ein Interessenswettbewerb mit zielgruppenkonformen Gruppen und Fachleuten zu führen. Die Räumlichkeiten sind mit zwei Gruppen/ Aufenthaltsräumen/ Veranstaltungsräumen (Beispielhafte Ausstattung mit Kicker, Billard, mehreren Spieltischen, Bestuhlungsmöglichkeit, kleinem Thekenbereich etc.), einem Ruheraum mit Loungebereich, 2 Proberäumen, einer Küche inkl. Vorraum und Speisekammer, einem Büroraum, einer Toilettenanlage und mit Nebenräumen auszustatten. Zudem ist ein Außenbereich für den Jugendtreff vorgesehen.

s.     Änderung S. 58 Auslobung: Bestehende Denkmäler und ikonische Gebäude wie das Uhrenhaus sollen das
Quartier künftig mit dessen Historie verbinden. Dafür werden repräsentative Nutzungsformen für die Gebäude benötigt. Vorrangig ist das Uhrenhaus einer kulturellen Nutzung z. B. in Form einer Spielstätte mit Bühne zuzuführen.

t.     Änderung S. 60 Auslobung: „Zudem soll es die Möglichkeit eines ‚ÖPNV-Shuttle‘ mit direkter Bus-Verbindung an die S-Bahnstation Köln-Müngersdorf geben. Sollte es die gebietsübergreifende Mobilitätsplanung unbedingt erforderlich machen, dafür eine ÖPNV-Trasse statt auf dem bestehenden Straßennetz zwingend über die Gleistrasse im Plangebiet zu führen, so ist diese Trasse im Plangebiet so zu gestalten, dass ebenfalls ausreichend Breite Trassen für die o.g. Fuß- und Radwege (gegenläufig) sowie für die Grünverbindung möglich sind. Diese neue ÖPNV-Anbindung soll in den Regelbetrieb der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) integriert werden und ist in Abstimmung mit der KVB zu planen.

u.    Änderung S. 60 Auslobung: „Neben dieser neuen Anbindung sollen gemäß Mobilitätskonzept neben der Berücksichtigung von Fahrrädern und Pedelecs auch ortsgebundene Stellplätze für Car-Sharing, E-Mobilitätsladestellen, etc. in der Planung verortet werden.“

v.    Änderung S.63 Auslobung: „Die Möglichkeit eines Durchstiches unter der Bahntrasse der Deutschen Bahn oder deren Überquerung nach Norden zum ehemaligen Güterbahnhof „Ehrenfeld“ soll für den Rad- und Fußverkehr mitgedacht werden, um mittel- bis langfristig eine Verbindung zwischen Alsdorfer Straße und Helmholtzplatz herstellen zu können.“

w.   Änderung S. 64 Auslobung: „Die Mobilitätsstationen sind auf privaten Grundstücken, aber öffentlich zugänglich, d.h. nicht in Tiefgaragen, einzuplanen.“

x.    Änderung S. 64 Auslobung: „Ziele: Die Anforderungen an die Erschließungsqualität wachsen erheblich durch eine absehbare Erhöhung der Bewohner- und Beschäftigtenzahl im Plangebiet und den Umstand, dass die umliegenden Straßenräume noch einer autogerechten Planung entstammen. Um ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten fördern zu können muss die Radinfrastruktur entsprechend einer gebietsübergreifenden Netzplanung auch innerhalb außerhalb des Plangebiets angepasst werden und dementsprechend ein radfahrer- und fußgängerfreundliches Wegenetz auch innerhalb des Quartiers entstehen. Für ein Quartier der kurzen Wege gilt es sicherzustellen, dass Nahversorgung, Arbeitsplätze, Schule und Aufenthaltsräume innerhalb von wenigen Minuten fußläufig zu erreichen sind. Eine Grünverbindung sowie eine durchgängige Fuß- und Radwegeverbindung entlang der nördlichen Gleistrasse sind als fest begrünte Geh- und Radwege für die Erschließung der näheren Umgebung vorgesehen. Durch Die Nähe zu der S-Bahnstation sollte in einer gebietsübergreifenden ÖPNV-Planung angebunden sein z.B. mit einer neuen direkten Buslinie, und mit im Pendelverkehr Mobilitätsstationen geplant werden, die die letzte Meile mit unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln um die letzte Meile zu diesem Anschluss für alle Nutzer*innen leicht zugänglich und umweltverträglich zu gestalten.“

y.    Änderung S.75 Auslobung: „Um eine weitere Durchgrünung zu erreichen und die kleinklimatische Situation zu verbessern, sind alle Gebäude mit Flachdächern mind. mit einer extensiven Dachbegrünung und/oder an geeigneter Stelle mit einer vertikalen Fassadenbegrünung auszustatten

z.    Änderung S. 82 Auslobung: „Photovoltaikanlagen sind – wo möglich und sinnvoll – auf Dachflächen bzw. Fassadenintegriert verpflichtend vorzusehen.“

aa.  Änderung S. 83 Auslobung: „Die neu zu errichtendem Gebäude sind mindestens nach dem KfW 40 Standard bzw. den zukünftigen Leitlinien Klimaschutz der Stadt Köln in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben zu planen und im städtebaulichen Vertrag zu vereinbaren.“

3. beschließt die Charta Max-Becker-Areal

4. beruft zudem eine*n Expert*in für innovative Gewerbeentwicklung in die Jury













Abstimmungsergebnis:

 

Einstimmig mit Änderungen zugestimmt bei Enthaltung von Bezirksvertreterin Kaiser (CDU-Fraktion).

Beschluss: geändert beschlossen


Geänderter Beschluss:

 


Der Stadtentwicklungsausschuss 

1. beschließt die Durchführung eines zweiphasigen städtebaulichfreiraumplanerischen Wettbewerbs für das Max-Becker-Areal inklusive Ideenteil. Der Ablauf des Wettbewerbs soll nach dem Modell Kreuzfeld und Heliosgelände erfolgen, d.h. eine zeitlich angemessene, öffentliche Zwischenpräsentation sollte jeweils zeitlich vor den Preisgerichten stattfinden und nicht wie in Anlage 2 dargestellt durchgeführt werden. Der neu erarbeitete Ablauf des Wettbewerbes wird den Bezirksvertretungen 3 und 4 sowie dem Stadtentwicklungsausschusserneut vorgelegt. 

2. nimmt die Vorgaben für die Auslobung für das Max-Becker-Areal inklusive Ideenteil (Anlage 3) zur Kenntnis und beschließt diese mit folgenden Änderungen als Grundlage für den städtebaulichen-freiraumplanerischen Wettbewerb:

 a. Änderung Seite 13 Auslobung: „Die zukünftigen Leitlinien Klimaschutz der Stadt Köln werden im städtebaulichen Vertrag vereinbart (für die Rheinenergie-Grundstücksanteile gelten die höheren Vorgaben für städtische Neubauten). Es soll mit der Rheinenergie ein innovatives Versorgungskonzept entwickelt werden, das als Vorbild für zukünftige Quartiersentwicklungen dienen kann und das Ziel, Köln im Jahre 2035 klimaneutral zu machen, unterstützt.“


 b. Änderung Seite 13 Auslobung:
„…hierbei wurden folgende übergeordnete Ziele für das Gebiet formuliert:


 1. Schaffung von Wohnraum auf der Grundlage des kooperativen Baulandmodells unter Berücksichtigung von 20% preisgedämpftem Wohnungsbau als kommunaler, genossenschaftlicher Wohnungsbau und selbstorganisierte gemeinwohlorientierte Wohnprojekte mit Konzeptverfahren.“

 

 2. Schaffung von Gewerbeflächen für unterschiedliche, auch produzierende Gewerbenutzungen.“


 c. Änderung Seite 14 Auslobung: „Gebietsentwicklung in unterschiedlichen städtischen Gremien, Workshopverfahren und Öffentlichkeitsveranstaltungen diskutiert und als Entwicklungsleitplanken verankert. Die im Rahmen des Zielbildprozesses vom Rahmenplanungsbeirat erarbeitete Charta Max-Becker-Areal vom 20.06.21 wird ebenfalls als Grundlage berücksichtigt.“


 d. Änderung S. 28:
Die Anzahl der zukünftigen Bewohner bestimmt den Bedarf an Grünflächen (10 m²/EW) und Spielflächen (2m²/EW). Bei der Bemessung der Grünflächen werden zusätzlich zu der Anzahl der Einwohner die Anzahl der Arbeitsplätze angemessen berücksichtigt.

 e. Änderung S. 37 Auslobung:
„Die zwei denkmalgeschützten Villen (132) (inkl. deren umgebenden Freiflächen und Baumbestände) sind zwingend zu erhalten und genießen zudem einen denkmalschutzrechtlichen Umgebungsschutz. Auch die übrige Bausubstanz der Industriekultur (die Einfriedungsmauer, der Gasbehälter (130) und das Uhrenhaus (133) sollte - unabhängig von der Einschätzung der Denkmalbehörden - bei der Quartiersentwicklung identitätsstiftend erhalten und gegebenenfalls umgenutzt werden.“

 f. Änderung S. 46 Auslobung: „Um die städtebauliche Qualität an dem potenzialreichen Standort zu sichern, hat sich die Ausloberschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln dazu entschieden, den vorliegenden zweiphasigen Wettbewerb durchzuführen. Ziel des Wettbewerbsverfahrens ist eine qualitätsvolle stadtplanerische Umgestaltung für das Max Becker-Areal. In der Wettbewerbsphase 1 ist ein Nutzungsprogramm mit Visionen für ein gemischt genutztes Quartier und in Phase 2 die Konkretisierung auf Basis der Rückmeldungen zu entwickeln.


 g. Änderung S. 46 Auslobung:
„Zur Wandlung des Standortes in ein urbanes Mischquartier mit hoher Lebens- und Arbeitsqualität wird eine städtebauliche Dichte mit einer GFZ in Höhe von maximal 3,0 vorgegeben. Eine “Ehrenfelder Mischung” soll entstehen, z. B. durch kleinteilige Parzellierung für Vielfalt und Nutzungsmischung.“


 h. Änderung S. 46 Auslobung:
„Eine damit verbundene Überschreitung der Dichtevorgabe ist zum einen zu begründen und zum anderen innerhalb des Gesamtgrundstücks bilanziell, insbesondere durch Freiraumqualitäten, auszugleichen. Lebendige Erdgeschosse an den Straßen- und Platzseiten sollen entstehen durch Ausweisung von Gewerbeflächen und entsprechender Geschosshöhe. Gewerbliche Monostrukturierungen sollen vermieden werden. In Hinblick auf ein lebendiges Viertel sollten Mischnutzungen auch innerhalb der Gebäude gedacht werden. Die sogenannte Ehrenfelder Mischung wird in der Vertikalen wie Horizontalen gedacht.“


 i. Änderung S. 47 Auslobung:
„Die weiteren 40% entfallen auf Büros/Dienstleistung/Gewerbe. Weitere unterstützende Nutzungen wie soziale Infrastruktur, Kultur und Einzelhandel sind hiervon separat zu betrachten. Mit zu planen sind Gebäude mit flexibel nutzbaren Strukturen, die eine leichte Anpassbarkeit an alternative Nutzung baulich und statisch zulassen.“


 j. Änderung S. 47 Auslobung:
„In der Gewichtung der beiden Hauptnutzungsgruppen - Wohnen und Arbeiten - ist für unterschiedliche Wohnungen und Wohnformen von einem Anteil von maximal 60% auszugehen. Die weiteren mindestens 40% entfallen auf Büros/Dienstleistung/ (produzierendes)Gewerbe. Für den gewerblichen Anteil von mindestens 40% der Bauflächen werden zukunftsweisende Lösungen erarbeitet, sodass auch durch geschickt angeordnete Zonierung produzierendes Gewerbe angesiedelt werden kann.“


 k. Änderung S.47 Auslobung:
„Die städtebauliche Gestaltung sowie die Architektur und Fassadensprache soll im Quartier so vorgesehen werden, dass sowohl eine eigene Identität als auch das harmonische Gesamtbild eines modernen urbanen Quartiers entstehen. Das Ziel sollte ein Viertel mit städtebaulicher Schönheit, eleganten flüssigen Raum- und Platzfolgen mit strategischen Architekturbetonungen aber auch interessanten Brüchen sein. Die qualitätvolle Planung des öffentlichen Raums ist von zentraler Bedeutung für ein ‚Veedel‘-Gefühl.“


 l. Änderung S.48 Auslobung: „Der Kugelgasbehälter hat als Landmarke des industriellen Erbes eine besondere Qualität und bleibt unabhängig vom formalen Denkmalstatus in vollem Umfang erhalten. Von den Teilnehmenden ist aufzuzeigen, wie sich dieser inkl. des ihn umgebenden Baumbestandes in die Planung einfügen lässt und positiv integriert werden kann. Hier sind neben der städtebaulichen Einbindung auch Ideen für eine Nutzungsänderung dieses besonderen Ortes zu skizzieren“


 m. Änderung S.52 Auslobung:
„Die Nutzungsmischung spielt in zukunftsbeständigen Quartieren eine wesentliche Rolle: Wohnen, Büro und Dienstleistung, wohnverträgliches und produzierendes (Klein-)Gewerbe, urbane Produktion sowie Grün- und Freiräume sollen verträglich miteinander kombiniert und vernetzt werden, sodass die Grundlage eines nachhaltigen und zukunftsgerechten Quartiers geschaffen wird.“


 n. Änderung S. 53 Auslobung: „Gemäß kooperativem Baulandmodell der Stadt Köln sind mindestens 30 Prozent der Geschossfläche Wohnen als öffentlich geförderter Wohnraum (hier lagebedingt im Geschoßwohnungsbau) als kommunaler, genossenschaftlicher Wohnungsbau und selbstorganisierte gemeinwohlorientierte Wohnprojekte mit Konzeptverfahren zu errichten, um bezahlbaren Wohnraum und die gewünschte Vielfalt an Wohnungstypen und Wohnformen zu ermöglichen. Weitere 20% des Wohnraumes sind aus Gründen der Mietpreisdämpfung für gemeinnützigen, genossenschaftlichen Wohnungsbau zu berücksichtigen. Der geförderte Wohnraum sollte auf dem Areal gleichmäßig und im Sinne einer städtebaulichen Durchmischung verteilt werden.“


 o. Änderung S. 55 Auslobung: „Hier soll eine produktive Stadt entstehen, die auch Kleingewerbe und Handwerk einbindet. Innovative Ideen zur Flächenoptimierung wie Stapelung sind zu entwickeln, Zwischennutzung mitzudenken, gewerbliche Monostrukturen zu vermeiden. Durch unterschiedliche Arbeitsplatzkonzepte sollen zukunftsweisende Arbeitsformen neben bewährten Bürotypologien etabliert werden um neben den klassischen Unternehmensformen auch Gründerzentren, jungen Kreativbüros und Start-Ups Raum zur Ansiedlung zu geben.“


 p. Änderung S. 55 Auslobung: „Ein in den urbanen Kontext integrierter Lebensmittelmarkt zur Nahversorgung mit einer Verkaufsfläche von mind. 1200 m² ist nachzuweisen. Die Fortschreibung des EHZK wird gebietsbezogen entsprechend angepasst.“


 q. Änderung S. 56 Auslobung: „Mit den zusätzlichen Wohneinheiten, die durch die Planung entstehen, steigt der Bedarf an Schulplätzen. Aus diesem Grund ist für das Vorhaben auch eine Grundschule mit bis zu 5 Zügen nachzuweisen. Sie benötigt adäquate Außenanlagen, ausreichend Stellplätze und eine 2-Feld Turnhalle. Sowohl die Turnhalle als auch die Außenanlagen sind nach Schulschluss für die Öffentlichkeit zugänglich. Für den Fall, dass der Schulausschuss zeitnah entsprechend beschließt, ist eine weiterführende Schule vorzusehen.“


 r. Änderung S. 58 Auslobung:
Ein qualitätsvoller Jugendtreff ist in dem städtebaulichem Konzept für das Max Becker-Areal mit einzuplanen. Hierfür sind rund 500 m² BGF einzuplanen. Für die Ausgestaltung dieser Fläche ist unter der Federführung des Amtes für Kinderund Jugendinteressen ein Interessenswettbewerb mit zielgruppenkonformen Gruppen und Fachleuten zu führen. Die Räumlichkeiten sind mit zwei Gruppen/ Aufenthaltsräumen/ Veranstaltungsräumen (Beispielhafte Ausstattung mit Kicker, Billard, mehreren Spieltischen, Bestuhlungsmöglichkeit, kleinem Thekenbereich etc.), einem Ruheraum mit Loungebereich, 2 Proberäumen, einer Küche inkl. Vorraum und Speisekammer, einem Büroraum, einer Toilettenanlage und mit Nebenräumen auszustatten. Zudem ist ein Außenbereich für den Jugendtreff vorgesehen.

 

s. Änderung S. 58 Auslobung: Bestehende Denkmäler und ikonische Gebäude wie das Uhrenhaus sollen das Quartier künftig mit dessen Historie verbinden. Dafür werden repräsentative Nutzungsformen für die Gebäude benötigt. Vorrangig ist das Uhrenhaus einer kulturellen Nutzung z. B. in Form einer Spielstätte mit Bühne zuzuführen.


 t. Änderung S. 60 Auslobung: „
Zudem soll es die Möglichkeit eines ‚ÖPNV-Shuttle‘ mit direkter Bus-Verbindung an die S-Bahnstation Köln- Müngersdorf geben. Sollte es die gebietsübergreifende Mobilitätsplanung unbedingt erforderlich machen, dafür eine ÖPNVTrasse statt auf dem bestehenden Straßennetz zwingend über die Gleistrasse im Plangebiet zu führen, so ist diese Trasse im Plangebiet so zu gestalten, dass ebenfalls ausreichend Breite Trassen für die o.g. Fuß- und Radwege (gegenläufig) sowie für die Grünverbindung möglich sind. Diese neue ÖPNV-Anbindung soll in den Regelbetrieb der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) integriert werden und ist in Abstimmung mit der KVB zu planen.


 u. Änderung S. 60 Auslobung: „Neben dieser neuen Anbindung sollen gemäß Mobilitätskonzept neben der Berücksichtigung von Fahrrädern und Pedelecs auch ortsgebundene Stellplätze für Car-Sharing, EMobilitätsladestellen, etc. in der Planung verortet werden.“


 v. Änderung S. 62 Auslobung: „Die Möglichkeit eines Durchstiches unter der Bahntrasse der Deutschen Bahn oder deren Überquerung nach Norden zum ehemaligen Güterbahnhof „Ehrenfeld“ soll für den Rad- und Fußverkehr mitgedacht werden, um mittel- bis langfristig eine Verbindung zwischen Alsdorfer Straße und Helmholtzplatz herstellen zu können.“


 w. Änderung S. 64 Auslobung: „Die Mobilitätsstationen sind auf privaten Grundstücken, aber öffentlich zugänglich, d.h. nicht in Tiefgaragen, einzuplanen.“


 x. Änderung S. 64 Auslobung: „Ziele: Die Anforderungen an die Erschließungsqualität wachsen erheblich durch eine absehbare Erhöhung der Bewohner- und Beschäftigtenzahl im Plangebiet und den Umstand, dass die umliegenden Straßenräume noch einer autogerechten Planung entstammen. Um ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten fördern zu können, muss die Radinfrastruktur entsprechend einer gebietsübergreifenden Netzplanung auch außerhalb des Plangebiets angepasst werden und dementsprechend ein radfahrer- und fußgängerfreundliches Wegenetz auch innerhalb des Quartiers entstehen. Für ein Quartier der kurzen Wege gilt es sicherzustellen, dass Nahversorgung, Arbeitsplätze, Schule und Aufenthaltsräume innerhalb von wenigen Minuten fußläufig zu erreichen sind. Eine Grünverbindung sowie eine durchgängige Fuß- und Radwegeverbindung entlang der nördlichen Gleistrasse sind als fest begrünte Geh- und Radwege für die Erschließung der näheren Umgebung vorgesehen. Die S-Bahnstation sollte in einer gebietsübergreifenden ÖPNV-Planung angebunden sein, z.B. mit einer neuen direkten Buslinie im Pendelverkehr und Mobilitätsstationen, um die letzte Meile mit unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln zu diesem Anschluss für alle Nutzer*innen leicht zugänglich und umweltverträglich zu gestalten.“


 y. Änderung S.75 Auslobung: „Um eine weitere Durchgrünung zu erreichen und die kleinklimatische Situation zu verbessern, sind alle Gebäude mit Flachdächern mind. mit einer extensiven Dachbegrünung und/oder an geeigneter Stelle mit einer vertikalen Fassadenbegrünung auszustatten


 z. Änderung S. 82 Auslobung: „Photovoltaikanlagen sind – wo möglich und sinnvoll – auf Dachflächen bzw. Fassaden integriert verpflichtend vorzusehen.“

 aa.Änderung S. 82 Auslobung: „Die neu zu errichtendem Gebäude sind mindestens nach dem KfW 40 Standard bzw. den zukünftigen Leitlinien Klimaschutz der Stadt Köln in der Umsetzung nichtstädtischer Neubauvorhaben zu planen und im städtebaulichen Vertrag zu vereinbaren.“

 3. beschließt die Charta Max-Becker-Areal.

 4. beruft zudem eine*n Expert*in für innovative Gewerbeentwicklung in die Jury.


  



Abstimmungsergebnis:

 

Einstimmig beschlossen

Beschluss: zurückgestellt


Der Stadtentwicklungsausschuss hat die Angelegenheit – vor Eintritt in die Tagesordnung – zurückgestellt.

 

Beschluss: geändert beschlossen


Beschluss:

Der Stadtentwicklungsausschuss

 

1. beschließt die Durchführung eines zweiphasigen städtebauliche-freiraumplanerischen Wettbewerbs für das Max-Becker-Areal inklusive Ideenteil gemäß dem Ablaufschema der Anlage 2

 

2. nimmt die Vorgaben für die Auslobung für das Max-Becker-Areal inklusive Ideenteil zur Kenntnis  und beschließt diese gemäß Anlage 9 (Stellungnahme der Verwaltung). „Das Verfahren zur Prüfung des Denkmalwerts des Kugelgasbehälters ist noch nicht ab-geschlossen und wird voraussichtlich bis zum Start des Wettbewerbs auch nicht abgeschlossen sein. Daher sollen die Teams in Varianten planen:

- Erhalt des Kugelgasbehälters: Dabei ist aufzeigen, wie der Kugelgasbehälter in die Planung integriert werden kann.

- Ohne Erhalt des Kugelgasbehälters: Der Grundstücksteil steht in vollem Umfang für andere Nutzungen zur Verfügung.“

 

 

bei Punkt 2n –(Stellungnahme der Verwaltung)  wird folgender anderslautender Beschluss gefasst:

 

Weiterhin sollen zusätzlich 20% des Wohnraumes für Mietwohnungsbau, Genossenschaften, gemeinschaftliche Wohnformen oder Baugruppen zur Verfügung gestellt werden.

 



Abstimmungsergebnis:

 

Mehrheitlich – gegen die Stimmen der Fraktionen Die Linke. und FDP - zugestimmt

 

Hinweis:

Die SPD-Fraktion hat an der Abstimmung nicht teilgenommen.